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Barcelona-Profi Jordi Alba bekam vom Linienrichter einen Schlag mit der Fahne ab.
Barcelona-Profi Jordi Alba bekam vom Linienrichter einen Schlag mit der Fahne ab. © IMAGO

Madrid und München - Der völlig verrückte Sieg der Katalanen im Pokal gegen die Madrilenen sorgt für reichlich Diskussionen. Im Mittelpunkt stehen Neymar und der Linienrichter, der Opfer und Täter zugleich ist.

Luis Enrique war rundherum zufrieden.

"Ich fand alles gut, was mein Team gemacht hat", sagte der Trainer des FC Barcelona nach dem Einzug seiner Mannschaft in das Halbfinale der Copa del Rey.

Mit 3:2 (3:2) hatte Barca mit dem deutschen Torwart Marc-Andre ter Stegen Atletico Madrid im Viertelfinale des spanischen Pokals niedergerungen.

Atletico Madrids Mario Suarez (2.v.r) und Gabi flogen gegen den FC Barcelona vom Platz.
Atletico Madrids Mario Suarez (2.v.r) und Gabi flogen gegen den FC Barcelona vom Platz. © Getty Images

Die nüchternen Worte Enriques beschrieben die furiosen 90 Minuten in Madrid zuvor allerdings nicht ausreichend.

Fünf Tore in der ersten Halbzeit, Jordi Alba vom Linienrichter mit der Fahne niedergestreckt, ein Schuhwurf von Arda Turan gegen ebenjenen Assistenten, ein nicht gegebener Elfmeter für Atletico und eine Rote Karte für Madrids Gabi bei Tumulten unmittelbar nach der Halbzeitpause, dazu auch noch Gelb-Rot gegen Atleticos Mario Suarez (86.).

"Barca überlebt die Schlacht gegen Atletico", titelte die Marca dementsprechend.

Blitztor von Torres

Madrids Fernando Torres egalisierte bereits nach knapp 38 Sekunden das 0:1 aus dem Hinspiel, Neymar (9. ) erzielte jedoch wenig später den Ausgleich.

Die erneute Führung für Atletico durch Raul Garcia (30./Foulelfmeter) glich dessen Teamkollege Miranda (38.) nur acht Minuten später per Eigentor aus.

Dann war es wieder Superstar Neymar (41.), der noch vor der Pause zum Endstand traf. Dem Treffer ging ein Handspiel in Barcas Strafraum voraus, der fällige Elfmeterpfiff blieb allerdings aus.

"Barca dank Neymar im Halbfinale", schrieb die Deportivo del Mundo, die Marca machte den Brasilianer zum  "Neycrack".

Turan verliert die Nerven

Unmittelbar nach der Pause gingen die Nerven dann mit Turan durch.

Der türkische Nationalspieler verlor bei einem nicht geahndeten Foul seinen Schuh und pfefferte ihn in Richtung des Linienrichters.

Erstaunlicherweise sah Turan für das Vergehen nur die Gelbe Karte.

Arda Turan (m.) kam für seinen Schuhwurf in Richtung des Linienrichters mit Gelb davon.
Arda Turan (m.) kam für seinen Schuhwurf in Richtung des Linienrichters mit Gelb davon. © Getty Images

"Ich bin stolz auf meine Spieler", sagte Atleticos Trainer Diego Simeone: "Wir haben eine außergewöhnliche erste Hälfte gespielt, sehr intensiv und mit viel Enthusiasmus."

Die Zeitung Deportivo del Mundo hingegen hatte Atletico "rabiat, an der Grenze zur Norm" agieren sehen.

Für Barcelona war es der achte Einzug in das Halbfinale innerhalb von neun Jahren. Am Donnerstagabend ermitteln Villareal oder Getafe, wer der Gegner der Katalanen sein wird.

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