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Vor dem Premier-League-Spiel zwischen Zamalek SC und ENPPI Club kommt es zur Eskalation. Fans drängen mit Gewalt ins Stadion, die Polizei setzt Tränengas ein.

Der ägyptische Fußball ist erneut von schweren Ausschreitungen mit Todesopfern erschüttert worden.

Vor dem Premier-League-Spiel zwischen Zamalek SC und ENPPI Club sind 19 Menschen ums Leben gekommen sein.

Dies bestätigte ein Sprecher des ägyptischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war bei der Staatsanwaltschaft sogar von 22 Toten die Rede gewesen.

Den neuen Informationen zufolge erlitten bei der Randale 22 Polizisten Verletzungen, 18 Personen wurden verhaftet.

Nach einem Bericht der englischen Tageszeitung The Guardian eskalierte die Gewalt, als die Polizei vor dem Stadion Tränengas einsetzte.

"Die Zamalek-Fans wollten sich mit Gewalt Zugang verschaffen. Wir mussten dafür sorgen, dass kein öffentlicher Besitz beschädigt wird", hieß es laut dem Blatt in einer Stellungnahme des Innenministeriums. Der Ligabetrieb wurde von der Regierung bis auf Weiteres ausgesetzt.

Mit dem Vorfall werden Erinnerungen an die Stadion-Katastrophe von Port Said wach. Die Tragödie vor fast genau drei Jahren hatte 74 Todesopfer gefordert.

Damals hatten nach der Begegnung zwischen Al-Masry und Al-Ahly Kairo Fans den Platz gestürmt und eine Massenpanik ausgelöst. Die Opfer wurden zu Tode getrampelt, erstochen oder erschlagen. Protestaktionen an den folgenden Tagen forderten 16 weitere Tote.

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