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Wolfgang Niersbach (r.) beim Neujahrsempfang der DFL
Wolfgang Niersbach (r.) ist seit 2012 Präsident des DFB © Getty Images

Der DFB-Präsident äußert sich kritisch zur Austragung der WM in dem Wüstenstaat. Die Verlegung in den Winter sei unvermeidlich, sagt Niersbach, werde ihm aber "noch einige schlaflose Nächte" bereiten.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach fürchtet "noch einige schlaflose Nächte" wegen der Diskussionen um die Winter-WM 2022 in Katar.

"Einen weltweiten, funktionierenden Spielplan umzukrempeln, ist viel leichter gesagt als getan", sagte Niersbach am Rande des Bundesligaspiels zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Köln bei Sky.

Alle 20 Weltmeisterschaften wurden bisher im Sommer ausgetragen, nun müsse sich die ganze Welt nach den Umständen in Katar richten.

"Das wird uns noch einige Zeit beschäftigen und noch einige schlaflose Nächte bereiten", sagte Niersbach.

Niersbach genervt

Insgesamt sei es "ein komplexes Thema, das nervt. Seit vielen Jahren schon. Seit der Vergabe 2010 schlagen wir uns mit der Frage rum, wie konnte es sein, dass die Abstimmung mit 14:8 für Katar ausgefallen ist. Bei allem Respekt vor dem Land: Es ist zu klein für eine WM."

Allerdings könnten "die Kataris mit Recht behaupten, dass ihnen kein Fehlverhalten nachgewiesen wurde. Jetzt ist es eben die einzige Alternative im Winter zu spielen."

Das Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA entscheidet während der nächsten Sitzung am 19./20. März final über den Termin der Endrunde am Persischen Golf. Am Montag hatte sich die Terminfindungskommission der FIFA für November/Dezember 2022 ausgesprochen.

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