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Rainer Maria Woelki ist Erzbischof von Köln
Rainer Maria Woelki ist Erzbischof von Köln © Getty Images

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat die "totale Selbstüberschätzung" des FIFA-Chefs Joseph S. Blatter gerügt und dem Präsidenten des Weltverbandes Besinnung auf der Ersatzbank ans Herz gelegt.

Woelki reagierte damit auf die Behauptung des Schweizers, die FIFA sei einflussreicher als jede Religion und jedes Land der Erde.

"Bei aller Begeisterung für den Ballsport: Ich denke, der Herr Blatter überschätzt sich und seinen Verband da gewaltig", sagte Woelki im Gespräch mit domradio.de: "Sich hier mit Ländern oder gar den großen Weltreligionen zu vergleichen, das ist die totale Selbstüberschätzung. Da hat Herr Blatter ein ziemliches Eigentor geschossen. Dafür gehört er auf die Bank, um sich neu auszurichten und zu besinnen."

Woelki kritisierte auch die FIFA, in der es oft "weniger um Frieden, Gerechtigkeit und Gesundheit, sondern vielmehr ums große Geld" gehe: "Und wo viel Geld fließt, da ist der Weg oft kurz bis zur Korruption."

Der Kardinal glaubt nicht an einen Fußballgott "und erst recht nicht an einen 'Halbfußballgott', der Herr Blatter wohl gerne sein möchte".

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