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Israelische Fans bei einem Länderspiel der Nationalmannschaft
Israelische Fans bei einem Länderspiel der Nationalmannschaft © Getty Images

Außer der Präsidenten-Wahl steht beim Kongress der FIFA (29. Mai in Zürich) auch Weltpolitik auf der Agenda: Palästinas Nationalverband PFA hat nach Informationen von insideworldfootball einen Antrag zum vorläufigen Ausschluss Israels eingereicht und zieht damit offenbar in dem anhaltenden Nahost-Konflikt eine sportpolitische Konsequenz aus den gescheiterten Vermittlungsgesprächen mit seinem Nachbarverband.

Am Mittwoch bestätigte die FIFA den Bericht. Für die Annahme seines Antrages benötigt der PFA eine Zweidrittel-Mehrheit unter den 209 Delegierten.

Palästina gehört der FIFA seit 1998 als ordentliches Mitglied an.

Die Araber sind dem asiatischen Kontinentalverband zugeordnet, während Israel aufgrund der politischen Situation Mitglied des Europa-Verbandes UEFA ist.

Seit Israels Offensive in den Palästinenser-Gebieten fordert der PFA Sanktionen durch die FIFA.

Die Palästinenser beklagen, dass Israel Reisen von Mannschaften und Delegationen ebenso be- und verhindert wie die Auslieferung von Ausrüstungen, Baumaßnahmen für Fußball-Plätze und außerdem Vereine aus den Siedlungen in der besetzten West Bank an seinen nationalen Wettbewerben teilnehmen lässt.

Die Vermittlungsgespräche waren auf Anregung von FIFA-Boss Joseph S. Blatter aufgenommen worden.

In der UEFA-Exekutive soll Präsident Michel Platini (Frankreich) den israelischen Vertreter Avi Luzon bereits zuletzt vergeblich zu größerer Kompromissbereitschaft seines Verbandes in den Verhandlungen aufgefordert haben.

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