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Diego Maradona läuft in Bogota auf
Diego Maradona läuft in Bogota auf © Getty Images

Argentiniens Superstar Diego Maradona kehrt zurück auf den Platz. Der 54-Jährige läuft bei einem Spiel in Kolumbien auf. Es geht um nicht weniger als den Frieden dort.

Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona kehrt als Friedensbotschafter noch einmal auf den Platz zurück.

Der mittlerweile 54 Jahre alte Kapitän der argentinischen Weltmeister-Mannschaft von 1986 nimmt am Freitag (10. April) in Kolumbiens Hauptstadt Bogota beim Prominentenspiel "Für den Frieden" teil.

Maradonas Teilnahme an der Begegnung, die in Kolumbiens Bevölkerung nach Jahrzehnten bürgerkriegsähnlicher Konflikte zwischen Regierung und Militärs auf der einen sowie Guerilla-Verbänden auf der anderen Seite die Bereitschaft zur Aussöhnung erhöhen soll, bestätigte Bogotas Bürgermeister Gustavo Petro.

Angaben des früheren Rebellenführers zufolge sollen noch weitere populäre Fußballer bei dem Spiel im Techo-Stadion der Metropole mitwirken. Namen wollte Petro allerdings noch nicht nennen.

Argentiniens WM-Triumph vor 29 Jahren in Mexiko (3:2 im Finale gegen Deutschland) war Maradonas größter Erfolg. In seiner schillernden Karriere mit Stationen auch beim FC Barcelona und dem SSC Neapel avancierte "El Pibe d'Oro (der Goldjunge)" zu einem der besten Spieler aller Zeiten, hatte allerdings auch immer wieder mit Drogenproblemen zu kämpfen und beendete 1997 drei Jahre nach seiner Entlarvung als Dopingsünder bei der WM-Endrunde in den USA seine aktive Laufbahn.

Nach zum Teil sogar lebensbedrohlichen Drogenexzessen und Entziehungskuren auf Kuba versuchte sich als Maradona später auch als Trainer.

Die Albiceleste seines Heimatlandes führte das einstige Ballgenie als Nationaltrainer beim WM-Turnier 2010 in Südafrika bis ins Viertelfinale, in dem die Südamerikaner gegen die deutsche Nationalmannschaft mit 0:4 ausschieden.

Zuletzt war er in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Coach tätig.

In Kolumbien haben die bewaffneten Konflikte bereits fast eine Viertelmillion Menschen das Leben gekostet.

Aus Furcht vor den Auseinandersetzungen der verfeindeten Lager haben schon rund fünf Millionen Menschen ihre Heimatorte oder sogar das Land verlassen.

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