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Niko Kovac
Niko Kovac ist seit 2013 Kroatiens Nationaltrainer © Getty Images

Kroatiens Nationaltrainer Niko Kovac und eine Delegation des Verbandes werden an einer Raststätte Opfer eines Hooligan-Angriffs. Der Übergriff hat eine Vorgeschichte.

Die Gewalt im Fußball auf dem Balkan hat nun auch den früheren Bundesliga-Star Niko Kovac erwischt: Der kroatische Nationaltrainer und weitere offizielle des Landesverbandes HNS wurden am Montag von einer Gruppe Hooligans attackiert, die zum Anhang des Erstligisten Hajduk Split gehören sollen.

Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand, der Vorfall trug sich an einer Autobahn-Raststätte zwischen Split und Zagreb zu.

"Etwa zehn Hooligans mit Hajduk-Insignien haben eine Verbands-Delegation zuerst verbal und dann tätlich attackiert", hieß es in einem HNS-Statement.

Kovac und Co. waren auf dem Weg nach Split, um die Organisation des EM-Qualifikationsspiels gegen Italien am 12. Juni zu besprechen, das vor leeren Rängen stattfinden soll.

Die Disziplinarkommission der UEFA hatte die Kroaten wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans im Duell mit Norwegen Ende März (5:1) zu einem Geisterspiel verurteilt.

Zwischen Hajduk und dem nationalen Verband herrscht zudem seit einem Vorfall im November 2014 ein angespanntes Verhältnis. Der Traditionsklub hatte sich geweigert, zum Auswärtsspiel bei Meister Dinamo Zagreb anzutreten, nachdem einigen Hajduk-Ultras der Zutritt zum Stadion verweigert wurde.

Das Spiel wurde mit 3:0 für Dinamo gewertet, im Anschluss gingen 15.000 Menschen in Split bei Protesten gegen den HNS auf die Straße.

In Montenegro, ebenfalls frühere jugoslawische Teilrepublik, war Ende März der russische Torwart Igor Akinfejew im EM-Quali-Spiel von einer Leuchtrakete am Kopf betroffen. Das Spiel wurde vom deutschen Unparteiischen Deniz Aytekin abgebrochen, Montenegro wurde mit einem Geisterspiel bestraft.

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