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Michal Kadlec wechselte 2013 von Leverkusen zu Fenerbahce
Michal Kadlec wechselte 2013 von Leverkusen zu Fenerbahce © Getty Images

Der ehemalige Leverkusener Michal Kadlec ist immer noch geschockt von der Attacke auf den Bus seines derzeitigen Klubs Fenerbahce Istanbul.

"Beim Ausstieg sahen wir die Einschuss-Stellen und das Blut auf dem Lenkrad. Ein Riesen-Schock für uns alle. Das Schlimmste, was ich je erlebt habe", berichtete Kadlec der Bild.

Auf den Mannschaftsbus des türkischen Meisters Fenerbahce Istanbul war am Samstag ein bewaffneter Anschlag verübt worden.

Nach Polizeiangaben wurde der Fahrer bei dem Beschuss des Fahrzeugs offenbar mit einer Schrotflinte durch berstende Glassplitter hauptsächlich im Gesicht verletzt und musste operiert werden. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ärzte nicht.

"Ich habe gehört, dass es ihm besser gehen soll und er sprechen würde", sagte Kadlec.

Der türkische Verband TFF setzte am Montag in einer ersten Reaktion den Süper-Lig-Spieltag am kommenden Wochenende ab.

Fenerbahce hatte kurz zuvor schon verkündet, bis zur Aufklärung der Tat überhaupt nicht mehr anzutreten.

Der 30-Jährige erklärte den Hergang der Tat: "50 Meter vor uns fuhr die Polizei-Eskorte. Alles war ruhig. Ich schrieb eine Nachricht, als es plötzlich knallte. Der Bus geriet ins Schleudern. Ich dachte, ein Reifen wäre geplatzt. Der Sicherheitsmann neben dem Fahrer schrie: 'Halt an!' Dann sprang unser Teamarzt drei Reihen vor mir auf. Für die Leute vorne war es der blanke Horror."

Kadlec weiter: "Das war eine geplante Operation. Da wusste jemand, dass wir über eine Brücke fahren müssen. Dann wurde auf uns geschossen. Ein Wunder, dass die Sache so ausgegangen ist."

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