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Michel Platini will nicht als FIFA-Präsident kandidieren
Michel Platini ist seit 2007 an der Spitze der UEFA © getty

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will am Prinzip des Financial Fair Play (FFP) festhalten, das im Jahr 2010 eingeführte Regelwerk aber aufgrund drohender juristischer Konsequenzen modifizieren.

Das bestätigte UEFA-Präsident Michel Platini.

"Die Klubs dürfen weiterhin nicht über ihre Verhältnisse leben. Wir haben einen langen Beratungsprozess hinter uns, bei dem wir die Ansichten aller Beteiligten gehört haben", sagte Platini: "Unsere Schlussfolgerung ist, dass alle das Financial Fair Play beibehalten wollen."

Im Kern besagt das FFP, dass die Europacup-Starter nicht mehr Geld ausgeben dürfen, als sie einnehmen. Dieses Prinzip verstößt nach der Einschätzung von Experten allerdings gegen das EU-Kartellrecht, da auf diese Weise Klubs, die mit Risiko investieren wollen, benachteiligt würden.

Platini kündigte deshalb eine Überarbeitung der Regeln an - ohne dabei konkret zu werden. "Es ist völlig normal, dass man Regularien aktualisiert", sagte der Franzose: "Alle Aktualisierungen der Regularien werden in den verschiedenen Kommissionen diskutiert, ehe sie dem UEFA-Exekutivkomitee beim nächsten Treffen am 29. und 30. Juni in Prag zur Ratifizierung vorgelegt werden."

Platini lobte noch einmal die Errungenschaften des FFP.

"Es hat zu einer dramatischen Verbesserung der Klub-Finanzen geführt und hat unserem Sport seine finanzielle Glaubwürdigkeit zurückgegeben", sagte der UEFA-Boss: "Als wir diesen Prozess gestartet haben, lagen die finanziellen Verluste bei 1,7 Milliarden Euro pro Jahr, jetzt liegen wir im Bereich um die 400 bis 500 Millionen."

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