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Wichtige Sponsoren reagieren nach der Wiederwahl von FIFA-Präsident Sepp Blatter. Ein Getränkegigant und ein Kreditkarten-Konzern sprechen Klartext.

Druck statt Glückwünsche: Wichtige FIFA-Sponsoren aus den USA haben nach der Wiederwahl von Präsident Joseph S. Blatter (Schweiz) eindringlich Veränderungen beim Fußball-Weltverband gefordert.

"Die Welt", teilte der Fastfood-Riese McDonald's mit, "erwartet konkrete Maßnahmen, und das erwarten wir auch. Wir erwarten, dass die FIFA jetzt schnell, entschlossen und transparent die Reputation wiederherstellt - zum Wohle des Spiels und zum Wohle der Fans, die nicht weniger als das erwarten."

Auch die Anheuser-Busch-Brauerei setzte Blatter unter Druck: "Wir erwarten, dass die nächste FIFA-Präsidentschaft ihre inneren Angelegenheiten regelt, für einen Wandel zum Positiven sorgt und sich dabei an strenge ethische Standards hält. Die FIFA muss für die Fans weltweit dafür stehen, dass der Fußball die Menschen zusammenbringen kann."

"FIFA muss Gelegenheit ergreifen"

Der Getränke-Gigant Coca-Cola unterstrich gleichfalls den offenkundigen Handlungsbedarf für Blatter bei der FIFA: "Die FIFA muss jetzt die Gelegenheit ergreifen, ihr verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen."

Mehrere Sponsoren der FIFA, die von ihren bedeutendsten Partnern jährlich dreistellige Millionenbeträge kassiert, waren nach den Festnahmen von zwei FIFA-Vizepräsidenten und weiteren hochrangigen Fußball-Funktionären am vergangenen Mittwoch in Zürich vor dem FIFA-Kongress in der Schweiz so deutlich wie nie zuvor auf Distanz zum Weltverband und indirekt auch zu Blatter gegangen.

Der Kreditkarten-Konzern VISA reagierte nicht auf Blatters Erfolg bei der Präsidenten-Wahl am vergangenen Freitag in Zürich.

Damit ließen die Kalifornier ihre jüngste Ausstiegsdrohung als Reaktion auf die Korruptions-Ermittlungen der US-Justiz ausdrücklich stehen.

"Unsere Enttäuschung und Besorgnis ist schwerwiegend. Es ist wichtig, dass jetzt ein Wandel herbeigeführt wird. Wir haben die FIFA informiert, dass wir unser Sponsoring überprüfen werden, sollte die FIFA das nicht schaffen."

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