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Sein Frust-Foul gegen Kolumbien kommt Brasiliens Topstürmer Neymar teuer zu stehen. Er wird vier Spiele gesperrt, verpasst damit den Rest der Copa America und muss zahlen.

Für Brasiliens Superstar Neymar ist die Copa America vorzeitig beendet.

Der Kapitän der Selecao wurde für seinen Ausraster beim 0:1 im Gruppenspiel gegen Kolumbien für vier Spiele gesperrt und muss zudem 10.000 US-Dollar Strafe bezahlen. (SERVICE: Spielplan der Copa America)

Bei einem vorzeitigen Turnier-K.o. des Rekordweltmeisters müsste der 23-Jährige die Reststrafe bei der Jubiläums-Ausgabe des südamerikanischen Nationencup im kommenden Jahr in den USA absitzen.

Am Samstagabend kündete der brasilianische Verband CBF jedoch an, Einspruch gegen die Sperre einzulegen.

Man prüfe nun, ob es Wege gebe, rechtlich gegen die Strafe vorzugehen. "CBF-Rechtsexperten werden sich mit den Vorkommnissen beschäftigen", sagte Nationaltrainer Dunga: "Wir wollen nur eine faire Beurteilung, alle sollten in diesem Turnier gleich behandelt werden."

Der Stürmer von Champions-League-Sieger FC Barcelona hatte am Mittwoch nach Abpfiff der Partie in Santiago de Chile zunächst dem Kolumbianer Pablo Armero den Ball aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen und dann zu einem Kopfstoß gegen Siegtorschützen Jeison Murillo angesetzt.

Der Frustabbau ging im Kabinengang weiter, wo er Schiedsrichter Enrique Osses (Chile) beschimpfte. "Das Schlimmste war, dass er den Schiedsrichter im Tunnel angegangen", sagte Albero Lozado, Mitglied des Disziplinar-Kommitees: "Dieser Akt der Aggression erfordert zwangsläufig eine Sperre von mehreren Spielen."

Der brasilianische Verband CBF kann noch Einspruch gegen die Sperre einlegen, die Mindeststrafe beträgt aber drei Spiele.

Die Selecao bestreitet am Sonntag gegen Venezuela ihre letzte Vorrundenpartie, ehe die K.o.-Runde mit Viertel- und Halbfinale sowie dem Platzierungsspiel folgt.

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