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Chung Mong-Joon will Joseph S. Blatter beerben
Chung Mong-Joon war bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees © Getty Images

Der südkoreanische Auto-Milliardär Chung Mong-Joon (63) bringt sich als Nachfolge-Kandidat von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in Stellung und lotet rund um das Finale der Champions League am Wochenende in Berlin seine Chancen bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) aus.

"Ich werde mit UEFA-Präsident Michel Platini über den Stand der Dinge sprechen - und darüber, was nun zu tun ist", sagte der frühere FIFA-Vizepräsident vor seiner Abreise am Freitag aus Seoul in die deutsche Hauptstadt: "Wir erleben gerade extrem schwere Zeiten bei der FIFA."

Chung hatte am Mittwoch erklärt, dass er über eine Kandidatur für den Chefposten des Weltverbands nachdenke.

Stand jetzt soll die Nachfolge Blatters, der als Folge des Korruptionsskandals am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt hat, auf einem Kongress zwischen Dezember 2015 und März 2016 geklärt werden.

Der Südkoreaner, der sein Vermögen als Autofabrikant (Hyundai) gemacht hat, ist bereits vor einigen Jahren als Blatter-Kritiker in Erscheinung getreten. Schon vor den Wahlen im Jahr 2011 galt Chung als möglicher Herausforderer Blatters. Chung nahm aber Abstand von einer Kandidatur, weil er seinen Posten im FIFA-Exekutivkomitee verloren hatte.

Neben Chung gelten Prinz Ali bin Al Hussein, Platini, Michael van Praag, Luis Figo, Scheich Ahmad al Fahad al Sabah, Jerome Champagne, David Gill und Zico als mögliche Kandidaten für die Blatter-Nachfolge. Als Geheimfavorit wird auch der bestens vernetzte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach gehandelt.

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