vergrößernverkleinern
FBL-COPAM2015-BRA-COL
Neymar wurde für seinen Ausraster im Spiel gegen Kolumbien für vier Spiele gesperrt © Getty Images

Brasilien verzichtet auf einen Einspruch gegen die Strafe von Neymar und nimmt zugleich den Verband in die Pflicht. Der Barca-Star verabschiedet sich von seinen Teamkollegen.

Brasiliens Nationalmannschaft muss für den Rest der Copa America definitiv ohne Superstar Neymar auskommen.

Der brasilianische Fußballverband (CBF) verzichtete auf einen Einspruch gegen die Sperre des 23-Jährigen. Das gab der Verband auf seiner Webseite bekannt. Zugleich forderten die Brasilianer vom südamerikanischen Verband CONMEBOL künftig bei vergleichbaren Vergehen einen ähnlich harten Maßstab beim Strafmaß anzulegen.

Neymar sah für seinen Ausraster nach dem Spiel gegen Kolumbien (0:1) die Rote Karte und war vom südamerikanischen Verband CONMEBOL für vier Spiele gesperrt worden.

Der Stürmer vom Champions-League-Sieger FC Barcelona hatte am Mittwoch nach Abpfiff der Partie zunächst Gegenspieler Pablo Armero den Ball aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen und dann zu einem Kopfstoß gegen Siegtorschützen Jeison Murillo angesetzt. Der Frustabbau ging im Kabinengang weiter, wo er Schiedsrichter Enrique Osses (Chile) beschimpfte.

Neymar verabschiedete sich am Montag bereits von der Mannschaft, nachdem er das letzte Gruppenspiel gegen Venezuela (2:1) von der Tribüne aus mitverfolgt hatte. "Wir haben für Neymar gespielt. Er ist bei uns in der Kabine gewesen, hat uns für den Sieg gedankt", sagte Torschütze Roberto Firmino von 1899 Hoffenheim.

Im Viertelfinale wartet nun mit Paraguay eine noch einmal deutlich kniffligere Aufgabe auf den achtmaligen Copa-Champion. Brasilien hegt dabei Revanche-Gelüste, das 0:2 nach Elfmeterschießen beim Turnier 2011 in Argentinien steckt noch immer in den Köpfen. Allen vier Schützen versagten damals vom Punkt die Nerven, nun muss die Dunga-Elf größere mentale Stabilität beweisen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel