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FIFA-Boss Sepp Blatter bleibt lieber in der Schweiz
Sepp Blatter ist seit 1998 FIFA-Präsident © Getty Images

FIFA-Präsident Sepp Blatter ist aus den Reihen des Weltverbandes noch einmal deutlich aufgerufen worden, wirklich zurückzutreten.

Der Vorsitzende der unabhängigen Compliance Kommission der FIFA Domenico Scala sagte:"Die Zeiten des Kokettierens mit der Macht sind endgültig vorbei. Ich fordere alle Beteiligten - auch Herrn Blatter - auf, sich im Interesse der Reformen unmissverständlich hinter die angekündigte Wachablösung an der Spitze der FIFA zu stellen."

Auch Wolfgang Niersbach rief zu umgehenden Neuwahlen des FIFA-Präsidenten auf: "Wir sind klar der Meinung, dass es möglichst schnell geschehen sollte - und das heißt: Noch in diesem Jahr", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee am Montag in Prag. 

Blatter hatte Anfang Juni als Reaktion auf den Korruptionsskandal bei der FIFA angekündigt, sein Amt als Präsident des Weltverbandes niederzulegen, hatte aber in seiner Erklärung das Wort "Rücktritt" vermieden.

In den letzten Tagen ruderte der Schweizer immer weiter zurück.

In seiner Heimatzeitung Walliser Bote bezeichnete der 79-Jährige einen Termin "Anfang 2016" für die angekündigte Neuwahl eines FIFA-Chefs als wahrscheinlicher als den allseits erwarteten 16. Dezember

Zudem vermied Blatter eine eindeutige Bestätigung seines bislang als sicher geltenden Rückzugs zum Wahltermin.

"Es war meinerseits kein Rücktritt", übersetzte Blatter den Inhalt seiner bislang als Rückzugsankündigung verstandenen Erklärung.

Er erklärte nebulös, sein "Mandat als FIFA-Präsident zu Verfügung" gestellt zu haben und bei der anstehenden Wahl "kein Kandidat, sondern der gewählte Präsident" zu sein.

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