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FIFA Post Congress Week Press Conference
FIFA Präsident Joseph S. Blatter hat im Korruptionsskandal seinen Rücktritt verkündet © Getty Images

FIFA-Präsident Sepp Blatter engagiert im Korruptionsskandal offenbar eine bekannte US-Anwältin - diese redet Klartext und sorgt damit wohl für den Rücktritt des Schweizers.

Der scheidende FIFA-Präsident Sepp Blatter hat sich im Zuge des Korruptionsskandals beim Fußball-Weltverband offenbar die ehemalige US-Generalstaatsanwältin engagiert.

Top-Juristin Jenny Durkan, im September 2014 als Staatsanwältin abgetreten, habe das Mandat bereits direkt nach Blatters Wiederwahl erhalten, berichtet die Bild.

Durkans Klartext Grund für Blatters Rücktritt?

Die als kompromisslos und resolut geltende 57-Jährige habe Blatter die Tragweite der FBI-Ermittlungen klar gemacht - das sei auch er Grund für den Rücktritt des FIFA-Bosses nur vier Tage später gewesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf einen FIFA-Insider.

"Sie hat den FIFA-Funktionären unverblümt gesagt, was noch aus den USA zu erwarten ist", wird die Quelle zitiert: "In der Deutlichkeit waren viele überrascht davon. Vor und während des Kongresses ist das wohl unterschätzt worden."

Geldwäsche, Bestechung, Korruption

Die US-Bundesbehörde FBI und die Staatsanwaltschaft New York Ost ermitteln wegen Geldwäsche, der Annahme von Bestechungsgeldern und der Bildung krimineller Organisationen sowie Korruption bei WM-Vergaben und TV-Rechten gegen FIFA-Funktionäre und gegen direkt mit dem Fußball beteiligte Personen.

In der veröffentlichten Anklageschrift werden 14 Personen schwer belastet. Sieben hochrangige FIFA-Funktionäre waren per Amtshilfegesuch von der Schweizer Polizei in Zürich festgenommen worden.

Kronzeuge Chuck Blazer, über viele Jahre Generalsekretär der CONCACAF, des Verbandes für Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik, und von 1996 bis 2013 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, hat Bestechungen im Zuge der Vergabe der Weltmeisterschaften 1998 und 2010 gestanden.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt zudem wegen "Unregelmäßigkeiten" bei den WM-Vergaben nach Russland (2018) und Katar (2022) gegen Unbekannt. 

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