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Die Ethikkommission der FIFA fordert den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger auf, kritische Aussagen zurückzuziehen. Zwanziger sieht dazu aber keinen Anlass.

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat außer mit Katar nun auch noch Ärger mit der Ethikkomission des Fußball-Weltverbandes FIFA.

Das Gremium hat den 70-Jährigen schriftlich aufgefordert, Aussagen über den zurückgehaltenen Garcia-Report zurückzunehmen und öffentlich klarzustellen. Dies berichtete die Welt am Sonntag.

Zwanziger hat dies nach eigener Auskunft jedoch abgelehnt. Er habe keinen Anlass, "etwas zu korrigieren", sagte er der WamS: "Mich interessiert eine Untersuchung der Ethikkommission der FIFA auch nicht mehr. Ich bin jetzt Privatmann, habe keine Ämter in Sportorganisationen mehr und bin zudem derzeit im Urlaub." Zwanziger drohen eine Geldbuße oder eine Sperre für sämtliche Fußball-Aktivitäten.

Die Ethikkommission sieht in Aussagen Zwanzigers in der FAZ offenbar einen Verstoß gegen Artikel 13 des Ethikreglements.

Demnach seien Funktionäre - Zwanziger war bis Mai Mitglied des Exekutivkomitees - "zu ethischem, würdevollem, absolut glaubwürdigem und integrem Verhalten verpflichtet".

Zwanziger hatte kritisiert, dass die Ethikkommission den Ermittlungsbericht des US-Juristen Michael Garcia zur Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 noch nicht veröffentlicht hat: "Ich habe das Gefühl, dass dadurch die vielen möglichen Täter geschützt und den eigentlichen Opfern, nämlich allen Fußballfans auf der Welt, geschadet wird."

Zuvor hatte Zwanziger bereits eine Unterlassungsverpflichtungserklärung des Emirats Katar erhalten, weil er vor zwei Jahren erklärt hatte, Katars Reichtum sei ein "Krebsgeschwür".

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