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Theo Zwanziger war Präsident des DFB
Theo Zwanziger spricht sich gegen Prinz Ali als Blatter-Nachfolger aus © Getty Images

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter begrüßt.

Blatters Schritt sei "eine Riesenchance für den Weltfußball", sagte Zwanziger im Gespräch mit hr-Info.

Die FIFA brauche nun zunächst eine Veränderung des Systems und dann einen neuen Präsidenten.

Zwanziger, dessen Platz im FIFA-Exekutivkomitee am Freitag vom derzeitigen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach eingenommen wurde, hält den jordanischen Prinzen Ali bin Al Hussein für keinen geeigneten Nachfolger Blatters.

"Das ist ein junger, relativ unerfahrener Mann, der in dem gleichen System, was vorher bestand, von den Konföderationen gesteuert worden wäre", sagte Zwanziger.

Prinz Ali hatte die Wahl zum FIFA-Präsidenten am Freitag mit 73:133 Stimmen gegen Blatter verloren, steht nach dem Rücktritt des Schweizers aber für Neuwahlen bereit.

Eine Neuvergabe der umstrittenen WM-Endrunde 2022 in Katar hält Zwanziger nach Blatters Abgang für möglich.

"Ich habe immer klar gesagt, dass Katar ein Krebsgeschwür des Weltfußballs ist. Kann man einem Land, das halb so groß ist wie Hessen, das weltgrößte Fußballereignis anvertrauen? Nein, ich glaube, das muss nochmal aufgearbeitet werden. Für Katar ist noch ausreichend Zeit", so Zwanziger. Mit der WM-Vergabe ins Emirat habe alles begonnen.

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