vergrößernverkleinern
Die FIFA-Zentrale in Zürich
Die FIFA soll transparenter werden © Getty Images

Die neue Kommission für Reformen beim Fußball-Weltverband FIFA nimmt am 2. und 3. September (Mittwoch/Donnerstag) bei einer Sitzung in Bern ihre Arbeit auf.

Die Bestätigung des Termins durch den Kommissionsvorsitzenden Francois Carrard (Schweiz) teilte die FIFA auf ihrer Internethomepage mit.

Die Gründung der Kommission war im Juli auf einer Sitzung der FIFA-Exekutive als eine Konsequenz aus dem vor gut drei Monaten aufgeflogenen Korruptionsskandal beim Weltverband beschlossen worden.

Carrard, ehemaliger Generaldirektor des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), nahm in der vergangenen Woche die Bitte um Leitung des Gremiums an.

Die insgesamt 15 Mitglieder sollen bis zur Wahl eines Nachfolgers des scheidenden FIFA-Bosses Joseph S. Blatter (Schweiz) am 26. Februar 2016 Vorschläge für eine eine transparentere und damit weniger korruptionsanfällige Strukturen bei der FIFA erarbeiten.

Über die Terminierung hinaus machte die FIFA keine Angaben zu Inhalten des anstehenden Meetings. "Zum jetzigen Zeitpunkt werden keine weiteren Kommentare zur Sitzung abgegeben", heiß es auf der FIFA-Homepage.

Dringend notwendige Veränderungen in den FIFA-Strukturen war offenkundig auch das Thema bei einer Krisensitzung des Verbandes mit Vertretern seiner wichtigsten Sponsoren.

"Bei der Sitzung bekräftigte die FIFA ihren Willen zu Transparenz, Reformen und zur Zusammenarbeit mit ihren geschätzten Partnern", schrieb die FIFA nach Ende der Sitzung. Ob der Dialog fortgesetzt werden soll, ließ die FIFA offen: "Zu den Gesprächen werden keine weiteren Stellungnahmen abgegeben."

Zu den Teilnehmern an der Konferenz gehörten auch Manager des deutschen Sportartikel-Giganten und FIFA-Sponsors adidas.

Am Tisch saßen außerdem die US-Konzerne AnheuserBusch, Coca Cola, McDonalds und VISA.

Mehrere Sponsoren hatten seit Ausbruch der FIFA-Krise mit der Verhaftung von mehreren Topfunktionären vor dem FIFA-Kongress in Zürich mehrfach mit Nachdruck Veränderungen im FIFA-Apparat gefordert. VISA drohte zwischenzeitlich sogar mit seinem Ausstieg als Sponsor. 

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel