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Hans-Joachim Eckert, Chairman of the adj
Hans-Joachim Eckert sitzt der Ethikkommission vor © Getty Images

Auch am Morgen nach dem "Blatter-Beben" beim Fußball-Weltverband hält sich die FIFA-Ethikkommission noch bedeckt.

Das Gremium, deren rechtsprechender Kammer der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert (München) vorsitzt, ist die zuständige Instanz, die eine provisorische Sperre gegen FIFA-Präsident Joseph S. Blatter aussprechen könnte.

"Besteht der Verdacht auf Verstoß gegen das Ethikreglement und erscheint eine rechtzeitige Entscheidung im ordentlichen Verfahren zweifelhaft, so kann der Vorsitzende der rechtsprechenden Kammer auf Antrag des Vorsitzenden der Untersuchungskammer (...) vorsorgliche Maßnahmen (zum Beispiel provisorische Sanktionen) erlassen", steht in Artikel 83 des Ethikcodes.

Vorwurf der Untreue

Als Ende Mai in Zürich sieben FIFA-Funktionäre verhaftet worden waren und die US-Anklage gegen insgesamt 14 Personen bekannt wurde, hatte die Ethikkommission noch am gleichen Tag reagiert und elf davon provisorisch für alle fußballrelevanten Tätigkeiten gesperrt.

Gegen Blatter war am Donnerstag in der Schweiz ein Strafverfahren eröffnet worden. Der Vorwurf lautet Untreue.

Am Freitag wurde der 79-Jährige, der eigentlich noch bis zum 26. Februar 2016 FIFA-Boss bleiben wollte, verhört, sein Büro wurde durchsucht.

UEFA-Präsident Michel Platini, der von Blatter eine "treuwidrige Zahlung" in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken erhalten haben soll, wurde als "Auskunftsperson" angehört. 

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