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Rafinha will nie mehr für die brasilianische Nationalmannschaft spielen. Der Rechtsverteidiger vom FC Bayern könnte damit weiterhin für Deutschland auflaufen.

Der brasilianische Rechtsverteidiger Rafinha vom FC Bayern hat das Kapitel Selecao zugeschlagen und sich damit die Tür für Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft offen gehalten.

Wie der brasilianische Verband CBF am Dienstagabend auf seiner Homepage mitteilte, habe der 30-Jährige darum gebeten, nicht mehr nominiert zu werden. Diesem Wunsch habe man entsprochen.

Dabei war Rafinha eigentlich für die WM-Qualifikationsspiele der Brasilianer gegen Chile (8. Oktober) und gegen Venezuela (13. Oktober) nominiert gewesen.

Löw reagiert zurückhaltend

Joachim Löw aber äußerte sich am Mittwoch noch zurückhaltend: "Solange er keinen deutschen Pass hat, ist es für uns kein Thema. Erst dann beschäftigen wir uns mit dem Thema", sagte der Bundestrainer bei Sky.

Seine Nominierung hatte er vergangene Woche bei Twitter noch gefeiert. "Ich bin sehr glücklich, wieder mein Land vertreten zu dürfen", hieß es in einer extra angefertigten Grafik.

Deutsche Staatsbürgerschaft beantragt

Rafinha hat jüngst die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt und darf weiterhin für ein anderes Land auflaufen, solange er keinen Pflichtspieleinsatz für die A-Nationalmannschaft bestritten hat. Bislang kam der Rechtsfuß lediglich in zwei "normalen" Länderspielen zum Zuge.

"Ich werde nicht regelmäßig berufen und bin auf meiner Position nicht eine der Hauptoptionen, andere Spieler sind vor mir", zitiert die CBF Rafinha.

Rafinha: "Keinen Kontakt zum DFB"

Mit dem deutschen Pass wäre Rafinha für Weltmeister Deutschland eine Alternative für die rechte Abwehrseite, auf der Bundestrainer Joachim Löw seit dem Rücktritt von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm noch keine Ideallösung gefunden hat. Während Löw jüngst erklärte, dass dies kein Thema für ihn sei, hält Lahm eine DFB-Karriere für seinen Bayern-Kollegen für "definitiv denkbar".

Rafinha räumte indes bei Sky ein: "Ich habe keinen Kontakt zum DFB."

Zuletzt hatte Liverpool-Profi Emre Can die Rechtsverteidigerposition im DFB-Team übernommen, allerdings nicht überzeugt.

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