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Sepp Blatter (r.) zahlte zwei Millionen Franken an Michel Platini
Sepp Blatter (r.) zahlte zwei Millionen Franken an Michel Platini © Getty Images

Die Rechnungsprüfer der FIFA sehen in der Zahlung von Sepp Blatter an Michel Platini einen Verstoß. Der FIFA-Boss könnte sich der Konten-Fälschung schuldig gemacht haben.

Die millionenschwere Zahlung des suspendierten FIFA-Präsidenten Sepp Blatter an den ebenfalls gesperrten UEFA-Boss Michel Platini ist für die Rechnungsprüfer des Weltverbandes ein Verstoß.

Dies erklärte der Vorsitzende des FIFA-Ausschusses für Rechnungsprüfung und gute Unternehmensführung, Domenico Scala, der Nachrichtenagentur AP.

Bei der Zahlung Blatters an Platini in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken im Jahr 2011 ohne einen schriftlichen Vertrag habe es sich um "einen klassischen Interessenkonflikt" gehandelt.

Deshalb könnte sich Blatter laut Scala der Konten-Fälschung schuldig gemacht haben.

Problematisch sei, dass die Zahlung nicht in den Büchern auftauche: "Wenn das wahr ist, was sie sagen, dass sie einen mündlichen Vertrag hatten, die Zahlung zu schieben, dann hätte die Zahlung in den Büchern 2002 und den folgenden Jahren auftauchen müssen", so Scala: "Das ist es nicht."

Wegen der Zahlung hatte die FIFA-Ethikkommission Blatter und Platini bereits für jeweils 90 Tage gesperrt.

Der Franzose Platini hält die Zahlung dagegen für rechtmäßig: Das Geld stehe ihm als Berater Blatters zwischen 1998 und 2002 zu.

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