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Wolfgang Niersbach ist seit März 2012 DFB-Präsident
Wolfgang Niersbach ist seit März 2012 DFB-Präsident © Getty Images

Nach Ansicht von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach könnte UEFA-Boss Michel Platini unter der Last der Vorwürfe zusammenbrechen und doch nicht zur Wahl eines neuen FIFA-Präsidenten antreten.

Für den Franzosen gelte die Unschuldsvermutung, nichts sei bewiesen. Dennoch lasteten die Vorwürfe wie ein Rucksack auf dem UEFA-Präsidenten, "der einen möglicherweise in die Knie zwingen kann", sagte er vor der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Donnerstag in Nyon zur Wochenzeitung Die Zeit.

Niersbach sieht Fragezeichen hinter dem 60-Jährigen, der aufgrund einer unerklärten Zahlung von zwei Millionen Euro durch die FIFA für angebliche Beraterdienste von der Ethikkommission des Weltverbandes für 90 Tage gesperrt wurde.

Nach Ansicht des DFB-Präsidenten darf der europäische Verband nicht unter den Anschuldigungen gegen Platini leiden.

Auf der Sitzung komme es nun darauf an, "ob mindestens die Mehrheit die Situation ähnlich einschätzt wie ich. Und ob die anderen überhaupt einen Rucksack (...) wahrnehmen", sagte Niersbach.

Sollte durch den "Fall Platini" auch die UEFA in die FIFA-Skandale mit hineingezogen werden, wäre das "fatal". "Das müssen wir mit allen Kräften verhindern. Wir müssen die UEFA schützen", äußerte der DFB-Boss.

Zu seinen eigenen Ambitionen auf Ämter bei der UEFA oder der FIFA äußerte sich Niersbach erneut eher kryptisch.

"Ich will und werde mich nicht davor drücken, meinen Beitrag zu leisten", sagte der 64-Jährige.

Auf die Frage, wie ein solcher Beitrag aussehen könnte, sagte Niersbach: "Diese Geschichte ist sicher nicht über die Medien zu gewinnen. Die gewinnen Sie nur, wenn Sie intern einen klaren Kurs fahren und dafür Mehrheiten gewinnen."

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