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Die Geldgeber der FIFA fordern Reformen zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit
Die FIFA weist einen anderen WM-Zuschuss aus als die Bundesregierung © Getty Images

Die Differenz von sieben Millionen Euro in den Abschlussberichten von Bundesregierung und FIFA bleibt ungeklärt. Die Höhe ist pikant. Die FIFA verweigert eine Stellungnahme.

In der WM-Affäre bleibt die Differenz von sieben Millionen Euro in den Abschlussberichten der Bundesregierung und des Fußball-Weltverbandes FIFA zur WM-Endrunde 2006 in Deutschland vorerst ungeklärt.

"Nach den uns vorliegenden Informationen gewährte die FIFA dem deutschen Organisationskomitee im Vorfeld einen Organisationszuschuss in Höhe von 170 Millionen Euro", teilte das Bundesinnenministerium mit: "Das BMI äußert sich nicht zum Finanzbericht der FIFA, der dem BMI im Übrigen auch nicht vorliegt."

FIFA verweigert Stellungnahme

Auswertungen des Sport-Informations-Dienstes SID der beiden Reports haben im Bereich des FIFA-Zuschusses für die WM-Macher eine Differenz von sieben Millionen Euro ergeben. Während die Bundesregierung schon im November 2006 den FIFA-Beitrag auf 170 Millionen Euro bezifferte, weist der FIFA-Finanzbericht 2006, der im Folgejahr vorgelegt wurde, Zahlungen an das OK in Höhe von 177 Millionen Euro aus.

Die FIFA gibt zu den unterschiedlichen Angaben in den Abschlussberichten keine Stellungnahme ab.

Der Weltverband wies lediglich auf die unabhängigen internen Untersuchungen unter Federführung des juristischen Direktors mit Unterstützung externer Berater und seine Kooperation mit den Ermittlern des US-Justizministeriums und des Büros des Schweizer Bundesanwalts hin.

Pikante Differenz

Die Sieben-Millionen-Differenz in den beiden Berichten ist aufgrund ihrer Höhe zumindest pikant.

Der gesamten Affäre liegt eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro des WM-OK von 2005 an die FIFA zugrunde.

Präsident Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hatte zuletzt nahe gelegt, dass die Deklarierung der Überweisung als Beitrag zum FIFA-Kulturprogramm eine Legende zur Verschleierung einer Rückzahlung eines angeblichen Darlehens des ehemaligen adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus von 2002 für das WM-OK gewesen wäre.

WM-OK zahlte 40,8 Millionen zurück

Laut Niersbach wären die Dreyfus-Millionen zur Absicherung von 170 Millionen Euro FIFA-Zuschuss gewesen. Bei den Gesprächen über die Zahlung im Präsidial-Ausschuss des OK kann es nach Darstellung des früheren Bundesinnenministers Otto Schily durchaus möglich sein, dass zur Vermeidung von Nachfragen gerundete Zahlen verwendet worden sind.

Übereinstimmen Regierung und FIFA hingegen bei den Angaben zur anteiligen Rückerstattung der Zuschüsse nach Turnierende: Demnach zahlte das OK aufgrund seines Überschusses und einer entsprechenden Vereinbarung mit der FIFA 40,8 Millionen an den Weltverband zurück.

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