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DFB-Zentrale
Die DFB-Zentrale in Frankfurt wurde von Ermittlern durchsucht © Getty Images

Finanzexperten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reagieren mit Verwunderung auf den angeblich langen Zeitraum zwischen Testierung und Unterzeichnung der DFB-Steuererklärung mit der ominösen Millionen-Zahlung an den Weltverband FIFA.

"Das ist eigentlich nicht normal", sagte DFB-Chefrevisor Hans-Ludwig Meyer am Freitag.

Nach Einschätzung des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes, der 2007 noch nicht als Leiter der Revisionsstelle beim DFB tätig war, müsste der gesamte Prozess der jährlichen Steuererklärung inklusive Abgabe jeweils "ungefähr im Mai" abgeschlossen sein.

Warum die von der Staatsanwaltschaft monierte Steuererklärung laut kicker-Informationen nach ihrer abschließenden Vorlage bei der Verbandsführung im Februar 2007 neun Monate lang nicht abgegeben und erst im Spätherbst vom kurz zuvor gewählten DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach unterzeichnet wurde, kann sich Meyer nicht erklären.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen der 2007 abgegebenen Steuererklärung gegen den heutigen DFB-Präsidenten Niersbach sowie seine Amtsvorgänger Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.

2007 hatten Schmidt als Generalsekretär und Zwanziger als Präsident die Steuererklärung erstellt und von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen testieren lassen. Unter der abgegebenen Steuererklärung steht allerdings erst Niersbachs Unterschrift.

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