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Didier Deschamps
Didier Deschamps tritt mit der französischen Nationalmannschaft am Dienstag in England an © Getty Images

Trotz der Terroranschläge in Paris will die französische Nationalmannschaft am Dienstag wie geplant im Londoner Wembley-Stadion gegen England antreten.

Trotz der Terroranschläge von Paris mit mehr als 120 Toten wird das Länderspiel zwischen England und EM-Gastgeber Frankreich am Dienstag (21 Uhr) im Londoner Wembley-Stadion wie geplant stattfinden. Dies teilte der französische Verband FFF am Samstag mit.

"Nach Gesprächen mit dem englischen Verband FA, der uns versichert hat, dass es keine speziellen Risiken für eine Austragung gebe, haben wir uns entschieden zu spielen", teilte ein FFF-Sprecher mit, "sollten die britischen Behörden jedoch zu einer neuen Einschätzung der Lage kommen, würden wir die Angelegenheit neu überlegen."

Um die Solidarität mit Frankreich auch akustisch zu dokumentieren, wurden die englischen Fans in den sozialen Medien aufgefordert, die Hymne der Gäste mitzusingen.

"Wenn du ein Ticket für das Spiel hast, ist es jetzt an der Zeit, die Marseillaise zu lernen", twitterte unter anderem der britische TV-Reporter Mark Pougatch, dessen Sender ITV das Spiel überträgt: "Und es ist Zeit, der Welt zu zeigen, was Brüderlichkeit bedeutet."

Unter dem Eindruck der Anschläge wurden am Wochenende im Großraum Paris sämtliche Sportveranstaltungen abgesagt.

Dies beschlossen die Sportverbände und die lokale Verwaltung. Auch öffentliche Orte wie Museen und Freizeitparks bleiben an diesem Wochenende geschlossen. Landesweit setzte zudem der französische Eishockeyverband sämtliche Spiele bis inklusive Sonntag aus.

Entscheidung über DFB-Spiel steht aus

Ob das für Dienstag geplante Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Hannover stattfindet, soll spätestens am Sonntagabend entschieden werden.

"Natürlich haben wir bei allem die Vorgaben der Sicherheitsbehörden zu beachten", sagte DFB-Interimspräsident Roland Koch: "Grundsätzlich sehe ich den DFB und die Nationalmannschaft aber auch in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, das klare Zeichen auszusenden, dass unser Rechtsstaat dem Terror nicht weichen darf."

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