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Serdar Tasci (l.) wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister
Trotz unter anderem türkischer Staatsbürgerschaft kann Serdar Tasci (l.) weiterhin für Spartak Moskau spielen © Getty Images

Das Transferverbot türkischer Spieler in Russland ruft die FIFA auf den Plan. Der Weltverband kündigt an, den WM-Ausrichter 2018 auf die Finger zu schauen.

Der Fußball-Weltverband FIFA behält sich angesichts der Transfersperre des russischen Verbandes für türkische Spieler Schritte gegen den Gastgeber der WM 2018 vor.

"Die FIFA beobachtet die Situation und mögliche Probleme genau und von Fall zu Fall, sollte es den Anschein haben, dass FIFA-Statuten oder –Regularien gebrochen werden", teilte ein FIFA-Sprecher auf SID-Anfrage mit. Konkret wurde der Verband nicht.

Der russische Sportminister Witali Mutko verbietet den Fußball-Klubs seines Landes nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im syrischen Grenzgebiet, in der kommenden Winterpause türkische Spieler zu verpflichten.

Mutko ist zugleich Präsident des russischen Fußball-Verbandes RFU und, besonders brisant, Mitglied im Exekutivkomitee der FIFA. Der Weltverband geht üblicherweise rigoros gegen jedwede politische Einmischung in sportliche Belange vor.

"Wenn irgendjemand (einen türkischen Spieler, Anm.d.R.) im kommenden Transferfenster unter Vertrag nehmen möchte, wird es solch eine Möglichkeit nicht geben", hatte Mutko in einem Interview gesagt. Türken, die in Russland aktiv sind, sollen weiter dort spielen dürfen.

Die Vereine sollen ihre Wintertrainingslager aber nicht in der Türkei abhalten. Lokomotive Moskau, Spartak Moskau oder auch Kuban Krasnodar teilten mit, dass sie diesen Ratschlag beherzigen werden.

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