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Madrids Präsident Florentino Perez weist jegliche Schuld des Vereins wegen der Aufstellungspanne im Pokal von sich und will notfalls vor Gericht ziehen.

Real Madrid will sich mit allen Mitteln gegen einen möglichen Ausschluss aus dem spanischen Pokalwettbewerb wehren.

Präsident Florentino Pérez teilte am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz mit: "Weder der Spieler noch Real Madrid wurden vom Verband informiert. Wenn wir nichts davon wissen, können wir auch nicht bestraft werden". Wenn nötig, würde er auch vor Gericht ziehen.

Trainer Rafael Benitez hatte beim 3:1-Sieg im Viertrunden-Hinspiel beim FC Cadiz am Mittwochabend den nicht spielberechtigten Denis Cheryshev aufgestellt. Der Drittligist legte daraufhin wie erwartet Einspruch gegen die Wertung der Partie ein. Cadiz-Präsident Manolo Vizcaino sprach von einer "einstimmigen Entscheidung".

Cheryshev hatte in der Vorsaison als Leihgabe an den FC Villarreal drei Gelbe Karten in der Copa del Rey gesehen und war deshalb gesperrt. "Davon wussten wir nichts. Villarreal und der Verband haben uns nicht gewarnt", sagte Benitez: "Als wir davon erfahren haben, haben wir ihn ausgewechselt, um unseren guten Willen zu demonstrieren."

Emilio Butragueno, Reals Direktor für institutionelle Beziehungen, bestätigte Benitez' Darstellung. "Ich möchte betonen, dass auch Cheryshev nichts von einer möglichen Sperre wusste", sagte er.

Für ein vergleichbares Vergehen war in der laufenden Saison bereits Zweitligist CA Osasuna aus dem Pokal verbannt worden. Sollte Reals Ausschluss perfekt werden, dürfte der Druck auf den ohnehin umstrittenen Benitez weiter steigen.

Kurios: Benitez leistete sich schon einmal den gleichen Fehler. 2001 als Trainer des FC Valencia wechselte er in der ersten Runde der Copa del Rey gegen den damiligen Drittligisten Novelda einen vierten Nicht-EU-Ausländer ein und sein Klub wurde aus dem spanischen Pokal ausgeschlossen.

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