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Zürich - Die Rekordsammlung des Argentiniers wird immer größer: Lionel Messi wird bei der Gala in Zürich zum fünften Mal zum Weltfußballer gewählt. Der Abstand ist deutlich.

Ein Küsschen für seine Freundin Antonella Roccuzzo, ein Küsschen für Neymar, ein respektvoller Handschlag mit Cristiano Ronaldo: Gewohnt ruhig und unspektakulär reagierte Lionel Messi im ersten Moment auf seinen fünften Goldenen Ball.

Die Rekordsammlung des argentinischen Superstars wird immer größer: Für sein Traumjahr 2015 ist Messi zum fünften Mal zum Weltfußballer gewählt worden.

"Das ist ein sehr spezieller Moment für mich, wieder hier zu stehen und wieder den Ballon d'Or zu gewinnen, nachdem ich zwei Jahre nur zugesehen habe", waren die ersten Worte des Stürmers des FC Barcelona.

Neymar abgeschlagen

Der 28-Jährige setzte sich bei der Wahl des Weltverbandes FIFA mit 41,33 Prozent der Stimmen gegen den (nur) dreimaligen Ballon-d'Or-Gewinner Cristiano Ronaldo (30/Real Madrid) und seinen Teamkollegen bei den Katalanen, Neymar (23/Brasilien), durch. (Alle Stimmabgaben hier im Überblick)

Der portugiesische Vorjahressieger erhielt 27,76 Prozent der Stimmen, 7,86 Prozent gingen an den Brasilianer, der erstmal nominiert gewesen war.

Messi hatte den Goldenen Ball bereits für die Jahre 2009 bis 2012 gewonnen. (Die FIFA Gala HIER zum Nachlesen im TICKER)

Messi würde Ballon d'Or gegen WM-Titel tauschen

Allerdings würde der Superstar seine Rekordsammlung von Goldenen Bällen sofort wieder eintauschen - gegen den deutschen WM-Titel.

Wenn er zwischen seinen fünf Weltfußballer-Trophäen und einem WM-Titel wählen könnte, gab Messi zu, würde er sich "natürlich" für die Weltmeisterschaft entscheiden.

2014 hatte der kleine Argentinier das WM-Finale gegen Deutschland verloren (0:1) - die deutschen Weltmeister spielten dafür bei der feierlichen Gala (fast) überhaupt keine Rolle.

Triple mit dem FC Barcelona

Zum weltbesten Spieler bestimmt wurde der Ausnahmekönner der Katalanen von den Nationaltrainern und Kapitänen der FIFA-Mitgliedsverbände sowie einer Auswahl internationaler Journalisten.

Mit Barcelona hatte Messi im vergangenen Jahr fünf Titel gewonnen, darunter das Triple aus Meisterschaft, spanischem Pokal und Champions League. "Das war unglaublich", sagte er.

Dauerrivale Ronaldo, der in der Schweiz hätte gleichziehen können, gewann nicht einen einzigen Pokal. Der Madrilene nahm die Wahl Messis sichtlich gelassen hin.

"Es wäre keine Überraschung, wenn Messi gewinnen würde", hatte Ronaldo noch am Mittag zugegeben. Die beiden hatten die Auszeichnung des Weltverbands in den vergangenen sieben Jahren untereinander aufgeteilt. "Ich bin hier, weil ich es verdiene, nominiert zu sein." Den Titel verdiente sich aber Messi.

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