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Thorsten Fink ist Trainer von Austria Wien
Austria-Trainer Thorsten Fink sieht sein Team zu Unrecht in der Kritik © Getty Images

Der Ex-HSV-Coach liegt im österreichischen Titelrennen mit Austria Wien ausweglos zurück. Von Fans und Medien hagelt es Kritik. Am Wochenende platzt Fink der Kragen.

Wenn es sportlich nicht läuft, dann bekommt Thorsten Fink schon mal schlechte Laune. So viel weiß man vom früheren HSV-Trainer. Richtig unbequem wird der Ex-Profi jedoch erst, wenn er sich zu Unrecht mit Kritik konfrontiert sieht. Davon konnten sich Fußball-Fans in Österreich am Samstag ein Bild machen. 

In der Alpenrepublik trainiert Fink Austria Wien - die in dieser Saison bislang hinter den Erwartungen zurück bleibt. Der Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg beträgt schon sieben Zähler. Und die Unterstützung der Zuschauer schwindet von Spiel zu Spiel. 

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Wolfsberg gab es erneut Unmutsäußerungen im Publikum sowie in den Medien. Daraufhin platzte Fink der Kragen.

"Wenn Sie noch besseren Fußball sehen wollen, dann müssen Sie in ein anderes Stadion gehen", blaffte er Journalisten nach Abpfiff an. Nur um bei der anschließenden Pressekonferenz noch einen drauf zu legen. Als die kritischen Fragen Überhand nahmen, sprang Fink auf, schob seinen Stuhl zur Seite und sagte patzig in die Runde: "Sucht euch einen neuen Trainer!"

Wirklich ernst gemeint war der spontane Rücktritt wohl nicht. Vorsorglich sprang Austria-Vizekapitän Alexander Gorgon seinem Coach aber lieber schonmal zur Seite. "Ich muss ganz ehrlich sagen, das Publikum hilft uns schon seit mehreren Wochen nicht wirklich weiter. Mittlerweile freuen wir uns auf die Auswärtsspiele", sagte er bei Sky.

Ein Satz, der tief blicken lässt, wie es um die Stimmung beim Hauptstadtklub bestellt ist. 

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