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Jack Warner kontert die Schadenersatz-Forderungen der FIFA
Jack Warner kontert die Schadenersatz-Forderungen der FIFA © Getty Images

Der ehemalige Vizepräsident sieht die millionenschwere Schadenersatz-Klage gelassen - denn der Weltverband schulde ihm ebenfalls noch eine Menge Geld.

Der frühere FIFA-Vize Jack Warner hat die millionenschwere Schadenersatz-Klage gegen mehrere Ex-Funktionäre durch den Weltverband mit einer eigenen Forderung gekontert.

"Ich schulde der FIFA keinen Cent und ich weiß, dass die FIFA stattdessen mir Geld schuldet", sagte der 73-Jährige bei einem Gerichtstermin in seiner Heimat Trinidad und Tobago und kündigte an, sich mit dieser Thematik "zu gegebener Zeit" zu beschäftigen.

Seit seinem Rücktritt im Jahr 2011 habe er keine einzige der fälligen Pensionszahlungen von 100.000 US-Dollar pro Jahr erhalten, erklärte Warner.

Angesprochen auf die Klage der FIFA antwortete er: "Die FIFA, von der sie da reden, ist nicht die FIFA, die ich kenne."

Am Mittwoch hatte der Weltverband eine Schadenersatz-Forderung in Höhe von mehreren Millionen gegen insgesamt 39 ehemalige Funktionäre, Vermarkter und zwei Unternehmen an die US-Justizbehörden übermittelt.

Zuvor hatte die FIFA zudem erstmals bestätigt, dass Gastgeber Südafrika vor der Vergabe der WM-Endrunde 2010 Bestechungsgelder in Höhe von zehn Millionen Dollar in die Karibik überwiesen hat.

Nach Ansicht des Verbands ist die Zahlung an Warner, den derzeitigen Kronzeugen der US-Behörden Chuck Blazer und einen weiteren Offiziellen geflossen.

Die USA verlangen von Trinidad und Tobago seit Monaten die Auslieferung Warners, der sich bislang aber erfolgreich dagegen wehrt.

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