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Jan Simunek vom VfL Bochum wurde gegen den FC Bayern dreifach bestraft
Jan Simunek vom VfL Bochum wurde gegen den FC Bayern dreifach bestraft © Getty Images

Die Regelhüter der FIFA entscheiden: Die umstrittene Dreifachbestrafung wird entscheidend modifiziert. Schon bei der EM kommt die Änderung zum Tragen.

Die Regelhüter des Fußball-Weltverbandes FIFA haben die Dreifachbestrafung nach Jahren der Beratung zumindest etwas abgeschwächt.

Das International Football Association Board (IFAB) modifizierte die Regel zwölf am Samstag so, dass das Verhindern einer klaren Torchance im eigenen Strafraum nicht mehr zwingend einen Platzverweis zur Folge haben muss. Der fällige Strafstoß bleibt unangetastet.

Bei einem "normalen" Foul kann der Übeltäter vom Schiedsrichter auch nur verwarnt werden, sofern der Versuch unternommen wurde, den Ball zu spielen.

Zwingend zur Roten Karten führen weiterhin Aktionen, bei denen gezogen, geschubst oder gehalten wird, der Ball nicht in Reichweite, oder das Foul so brutal ist, dass es überall auf dem Feld mit einem Platzverweis geahndet werden würde.

Bislang war die Verhinderung einer klaren Torchance immer mit einem Elfmeter, der Roten Karte und deshalb auch mit einer automatischen Sperre bestraft worden.

Die modifizierte Regel tritt am 1. Juni 2016 in Kraft und soll zunächst in einer zweijährigen Testphase erprobt werden.

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