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DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball (69) hat dem gesperrten UEFA-Boss Michel Platini (60) den freiwilligen Rücktritt vom Präsidentenamt bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nahegelegt.

"Ich bleibe nach wie vor der Auffassung: keine Vorverurteilung. Aber im Hinblick auf die EURO würde es Platini gut zu Gesicht stehen, wenn er sich überlegt, ob er der UEFA einen Dienst erweist, wenn er auf sein Amt von sich aus verzichtet", sagte Rauball der Sport Bild.

Platini war im vergangenen Dezember suspendiert worden, der Franzose ist am Mittwoch gegen seine Sechs-Jahres-Sperre vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gezogen. Bis der Rechtsstreit abgeschlossen ist, wird die UEFA keinen neuen Präsidenten wählen.

"Aktuell ist die UEFA auf den beiden wichtigsten Positionen führungslos: Platini ist suspendiert, der bisherige Generalsekretär Gianni Infantino ist jetzt bei der FIFA. Und im Sommer findet die EURO statt, eine Menge muss vorbereitet und beschlossen werden", sagte Rauball: "Ich halte es für dringend erforderlich, dass im Hinblick auf den Kongress im Mai über eine Alternative diskutiert wird. Man muss unterscheiden zwischen persönlichen Interessen Platinis und der Handlungsfähigkeit der UEFA, die ein Milliarden-Unternehmen ist."

Ob schon beim UEFA-Kongress am 3. Mai in Budapest ein neuer Präsident gewählt werden kann, ist mit Blick auf die nötigen Fristen fraglich.

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