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In Argentiniens Fußball geht es derzeit drunter und drüber © Getty Images

Nach dem verlorenen Finale und dem Rücktritt Lionel Messis bei der Copa America muss der Sitz des Verbands geräumt werden. Der Fußball-Boss des Landes wird evakuiert.

Der Rücktritt von Weltfußballer Lionel Messi und die erneute Niederlage in einem Finale der Copa America haben in Argentinien für gereizte Stimmung gesorgt.

Am Montagmittag musste der Sitz des Verbandes AFA im Zentrum von Buenos Aires nach einem Bombenalarm geräumt werden. Im Gebäude befand sich auch der scheidende AFA-Präsident Luis Segura.

Während mit dem 2:4 im Elfmeterschießen gegen Chile das Warten auf einen großen Triumph nach 23 titellosen Jahren verlängert wurde und Messi mit seiner Abdankung eine Rücktrittswelle im Team auslöste, steckt der Verband auch intern in einer tiefen Krise. Der Weltverband FIFA hatte am Freitag die Suspendierung Seguras verordnet und den AFA-Generalsekretär Damian Dupiellet als Interimsboss eingesetzt.

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Es geht um persönliche Bereicherung einiger Funktionäre durch öffentliche Gelder, die dem Verband aus Vergabe von TV-Rechten der heimischen Liga zustehen. Eine bereits in Gang gesetzte Intervention der Staatsregierung wird von der FIFA nicht toleriert, die deshalb sogar mit Sanktionen wie einer möglichen Sperre für die Nationalelf droht.

Im argentinischen Verband tobt seit dem Tod des langjährigen Präsidenten Julio Grondona im Jahr 2014 ein Machtkampf hinter den Kulissen. Eine Wahl des Nachfolgers im Dezember 2015 wurde für ungültig erklärt, weil es mehr abgegebene Stimmen als wahlberechtigte Delegierte gab. Seitdem führte Segura die Amtsgeschäfte interimsmäßig.

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