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Gerardo Martino vermisst die Unterstützung der Klubs für die Olympia-Auswahl © Getty Images

Nach dem Rücktritt von Lionel Messi zieht auch Gerardo Martino die Konsequenzen aus der Copa-Finalniederlage. In Sachen Olympia hat Argentinien nun ein ernsthaftes Problem.

Neun Tage nach dem verlorenen Finale bei der Copa America hat Argentiniens Nationaltrainer Gerardo Martino die Konsequenzen aus der anhaltenden Führungskrise im Verband AFA gezogen und nach Superstar Lionel Messi ebenfalls seinen Rücktritt aus der Selección verkündet.

Damit steht der zweimalige Weltmeister exakt einen Monat vor Beginn der Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) ohne Olympiacoach da. Martino wollte die "Gauchos" in Rio nach Athen 2004 und Peking 2008 zum dritten Olympiagold führen, bekam ohne Rückdeckung durch die AFA und die heimischen Klubs aber keinen Kader zusammen.

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Weil bislang erst zwölf Spieler sicher zugesagt haben, musste der Beginn des Vorbereitungslagers bereits verschoben werden. "Es besteht zu 50 Prozent die Gefahr, dass das Fußballteam nicht an den Spielen teilnehmen wird", hatte am Dienstag schon der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, Gerardo Werthein, angesichts des Nominierungs-Zeitdrucks gesagt.

Der 53-jährige Martino hatte im August 2014 beim Vize-Weltmeister die Nachfolge von Alejandro Sabella angetreten. Seine Bilanz aus 29 Spielen mit 19 Siegen bei sieben Unentschieden und nur drei Niederlagen ist zwar positiv, trägt jedoch den Makel der Finalpleiten bei den letzten beiden Copa America-Turnieren.

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