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Ex-FIFA-Funktionär Costas Takkas wird an die USA ausgeliefert
Die FIFA sieht sich wieder einmal Kritik ausgesetzt © Getty Images

Katars Fußball-Verband QFA hat am Samstag seinem Vize-Präsidenten Saoud Al-Mohannadi im Kampf gegen eine mögliche Sperre durch das FIFA-Ethikkomitee den Rücken gestärkt und gleichzeitg das Gremium für die öffentliche Forderung einer zweieinhalbjährigen Suspendierung kritisiert.

Dem früheren Generalsekretär des katarischen Verbands wird vorgeworfen, gegen den Verhaltenskodex verstoßen zu haben.

"Die QFA drückt ihre enorme Enttäuschung über die mediale Veröffentlichung aus, welche erfolgte, ohne Herrn Al-Mohannadi darüber zu informieren, dass die Ermittlungen gegen ihn zu Ende gebracht wurden", schrieb der Verband auf seiner Webseite. 

Keine Grundlage für Vorwürfe?

Al-Mohannadi habe laut Angaben des Verbandes den Bericht der Untersuchungskammer noch nicht gelesen und könne dessen Inhalt deshalb nicht kommentieren.

"Jedoch sind sowohl er als auch der Verband zuversichtlich, dass eine vollumfängliche Betrachtung der Angelegenheit bestätigen wird, dass er ausgiebig und ehrlich mit der Ethikkommission kooperiert hat und somit alle Anschuldigungen gegen ihm einer legitimen Basis entbehren", hieß es vonseiten des Verbandes.

Al-Mohannadi soll die Ermittlungen gegen ihn nicht ausreichend unterstützt haben. Die Untersuchungen stehen laut der Ethikkommission aber nicht in Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar.

Die Ermittler der Ethikkommission haben ihre Untersuchungsergebnisse an die rechtsprechende Kammer um den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert (München) weitergeleitet. Sie fordern eine Sperre von zweieinhalb Jahren und eine Geldstrafe von rund 18.000 Euro für Al-Mohannadi.

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