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Der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini verabschiedet sich von den Delegierten
Der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini verabschiedet sich von den Delegierten © Getty Images

Mit einer emotionalen Rede verabschiedet sich Michel Platini von den UEFA-Delegierten. Der ehemalige Präsident kündigt weitere Prozesse an.

Der tief gefallene Ex-UEFA-Präsident Michel Platini (Frankreich) will weiter gegen seine Sperre vorgehen.

"Ich habe ein ruhiges Gewissen und bin überzeugt, keinen einzigen Fehler gemacht zu haben", sagte der 61-Jährige während seiner emotionalen Abschiedsrede auf dem Kongress der UEFA in Athen: "Ich werde meinen Kampf vor den Gerichten fortsetzen."

Wahl des UEFA-Präsidenten

In Athen steht am Mittwoch die Wahl von Platinis Nachfolger auf dem Programm. Der frühere Weltstar ist seit Oktober 2015 gesperrt.

Zuletzt bestätigte der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sanktion der Ethikkommission des Weltverbandes FIFA im Grundsatz und verkürzte die Sperre auf nur noch vier Jahre, was Platini die Fortsetzung seiner Karriere dennoch unmöglich macht.

"Es ist eine große Freude, und ich mache das mit großen Emotionen, hier zu Ihnen sprechen zu können", sagte Platini, der nur dank einer Ausnahmereglung der Ethikkommission in Griechenland sprechen durfte.

Um 9.01 Uhr betrat der Europameister von 1984 die Bühne des Kongresses mit einem Grinsen im Gesicht. "Sie werden diese wunderbare Mission ohne mich fortsetzen", sagte Platini mit viel Pathos in Richtung der Delegierten aus den 55 UEFA-Verbänden.

Applaus für Platini

"Ich sage Ihnen 'Danke' für die neun Jahre als Präsident. Wir haben gut gearbeitet. Ich bin stolz. Mein Mandat läuft heute ab. Ich wünsche dem neuen Präsidenten viel Erfolg auf dem Weg."

Auch denen, die ihn nicht unterstützt haben, dankte Platini: "Ich nehme es Ihnen nicht übel. Es ist nicht schlimm." Im Anschluss an Platinis Auftritt applaudierten die UEFA-Delegierten.

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