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Nach dem Flugzeugabsturz von Medellin solidarisieren sich zahlreiche Klubs mit dem verunglückten Team von Chapecoense. Der Finalgegner will auf seinen Titel verzichten.

Nach dem Flugzeugunglück von Medellín will der kolumbianische Klub Atlético Nacional den Titel der Copa Sudamericana als Zeichen der Anteilnahme freiwillig dem brasilianischen AF Chapecoense überlassen.

Die Kolumbianer fragten bei der südamerikanischen Fußball-Konföderation CONMEBOL in einem Statement an, "ob die Copa Sudamericana als Ehrentrophähe für den großen Verlust und als posthume Hommage an die Opfer des fatalen Unfalls an Chapecoense gegeben werden könne."

"Das Unglück unserer Fußball-Brüder von Chapecoense wird uns ein Leben lang kennzeichnen und wird eine unauslöschliche Narbe im lateinamerikanischen- und im Weltfußball hinterlassen", schrieb der Klub weiter.

Klubs wollen Chapecoense unterstützen

Darüber hinaus haben mehrere brasilianische Topklubs dem Klub Chapecoense ihre Unterstützung zugesagt.

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So hieß es etwa in einer Mitteilung auf der Webseite von Corinthians Sao Paulo, dass Chapecoense für die Saison 2017 freie Leihspieler bekommen soll. Außerdem soll der Klub die kommenden drei Jahre vom Abstieg befreit werden. Ein entsprechender Antrag soll beim brasilianischen Verband eingereicht werden.

Chapecoense befand sich in der Nacht zum Dienstag auf dem Weg nach Medellín, um dort am Mittwoch das Final-Hinspiel in der Copa Sudamericana gegen Atlético zu bestreiten, als rund 50 Kilometer vor Kolumbiens zweitgrößter Stadt die Maschine am Montagabend abstürzte.

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Nach Angaben vom Dienstagabend starben 71 Menschen, sechs überlebten. Unter ihnen sind nach Angaben des zivilen Luftfahrtamtes drei Spieler, zwei Besatzungsmitglieder und ein Journalist.

Der Verband hatte das Finale des zweithöchsten südamerikanischen Vereinswettbewerbs zunächst bis auf Weiteres verschoben. Aus Verbandskreisen war zu hören, dass eine tatsächliche Austragung des Finales auch zu einem späteren Zeitpunkt "sehr unwahrscheinlich" sei.

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