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Bruno Fernandes wurde wegen Mordes an seiner Ex-Freundin verurteilt © imago

Der brasilianische Torwart Bruno Fernandes muss wieder hinter Gitter. Der Obersten Bundesgerichtshof hatte seine Haftstrafe wegen Mordes erst am 24. Februar ausgesetzt.

Der wegen des Mordes an seiner Ex-Lebensgefährtin zu 22 Jahren Haft verurteilte brasilianische Torhüter Bruno Fernandes muss nach nur drei Monaten in Freiheit zurück ins Gefängnis. Der Oberste Gerichtshof entschied am Dienstag mit 3:1 Stimmen, die vorangegangene Entscheidung eines einzelnen Richters aufzuheben, der die Haft am 24. Februar ausgesetzt hatte. 

Der 32-Jährige, der sechs Jahre und sieben Monate abgesessen hatte, war unter großen Protesten vom Zweitligisten Boa Esporte verpflichtet worden. Zuvor hatte Bruno Fernandes unter anderem für die Topklubs Flamengo und Corinthians gespielt.

Bruno war nach dem mysteriösen Verschwinden des Models Eliza Samudio im Juni 2010 als Auftraggeber der Tat schnell in Verdacht geraten, weil er die Vaterschaft des gemeinsamen Sohnes angeblich vertuschen wollte. Obwohl die Leiche seiner Ex-Freundin bis heute nicht gefunden wurde, war er im März 2013 in erster Instanz zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Einspruch wurde bis heute nicht verhandelt.

Die Haft von Bruno war auf Beschluss des Obersten Bundesgerichtshofes ausgesetzt worden, weil sich die Neuverhandlung über die gesetzlich festgelegten Fristen hinaus verzögert.

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