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Christoph Daum war seit Juli 2016 Trainer der rumänischen Nationalmannschaft
Christoph Daum war seit Juli 2016 Trainer der rumänischen Nationalmannschaft © Getty Images

Der rumänische Fußballverband reagiert auf das vorzeitige Aus in der WM-Qualifikation und entscheidet sich für eine Trennung von Trainer Christoph Daum.

Die Tage von Christoph Daum als Nationaltrainer Rumäniens sind gezählt.

Wie der rumänische Fußballverband (FRF) am Montag auf seiner Webseite mitteilte, stimmte der Technische Ausschuss für die Auflösung von Daums Vertrag. Die endgültige Entscheidung über Daums Zukunft trifft das Verbandspräsidium, das in seiner nächsten Sitzung den Antrag des Technischen Ausschusses noch absegnen muss.

Daum reist am Mittwoch zu Verhandlungen mit dem Verbandspräsidenten Razvan Burleanu nach Bukarest, um über die Modalitäten einer möglichen Trennung zu verhandeln.

"Ich besitze einen rechtsgültigen Vertrag bis zum 31. Dezember 2017", sagte der 63-Jährige am Dienstag dem SID, "ich habe ihm mehrfach angeboten, die Zusammenarbeit zu beenden. Ich hoffe, wir bekommen eine einvernehmliche Lösung hin."

"Nach dem Antrag des Technischen Ausschusses werde ich die Verhandlungen über die Auflösung von Herrn Daums Vertrag beginnen und anschließend Verhandlungen über die Verpflichtung eines neuen Trainers, gemäß den Vorschlägen, die ich vom Vorsitzenden des Technischen Ausschusses erhalten habe, führen", sagte FRF-Präsident Burleanu.

Daum kündigt "einvernehmliche Lösung" an

Daum selbst erklärte, Burleanu keine Steine in den Weg zu legen. "Ich habe dem Präsidenten empfohlen, über eine zeitnahe Beendigung des Vertragsverhältnisses nachzudenken", sagte er der Bild-Zeitung: "Es sollte am Mittwoch oder Donnerstag zu einer einvernehmlichen Lösung kommen."

Daum war seit Juli 2017 Trainer der rumänischen Nationalmannschaft, verabschiedete sich mit seinem Team allerdings vorzeitig aus dem Rennen um ein Ticket für die WM 2018 in Russland. Das 0:1 in Montenegro am vergangenen Montag besiegelte das vorzeitige Quali-Aus der Rumänen.

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In zehn Spielen unter seiner Regie holte Rumänien nur drei Siege. Zuletzt stand der 63-Jährige in den rumänischen Medien zunehmend in der Kritik.

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