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Krawalle in Ägypten sind kein Einzelfall (Symbolbild)
Krawalle in Ägypten sind kein Einzelfall (Symbolbild) © Getty Images

Nach den tödlichen Ausschreitungen im ägyptischen Erstliga-Spiel zwischen Zamalek SC und ENPII Club werden die Urteile gesprochen. Die Strafen sind hart.

Ein ägyptisches Gericht hat am Sonntag zweimal lebenslängliche Freiheitsstrafen verhängt, darüber hinaus wurden Gefängnisstrafen zwischen zwei und zehn Jahren für zwölf weitere Personen ausgesprochen. Damit wurden die Stadion-Krawalle von Februar 2015 geahndet. Damals waren in Kairo bei Ausschreitungen und einer Panik 19 Personen gestorben.

Die Ausschreitungen waren vor dem Erstliga-Spiel zwischen Zamalek SC und ENPPI Club durch den Andrang von Tausenden von Fans ohne Tickets ausgelöst worden. Durch die Überfüllung der Arena brach auf den Rängen Panik aus, in deren Verlauf viele Zuschauer niedergetrampelt wurden. Die Polizei hatte versucht, die Mengen mit dem Abfeuern von Tränengas zu bändigen, löste damit aber erst die panischen Reaktionen der Zuschauer aus.

Die Tragödie in Kairo hatte im ägyptischen Fußball Erinnerungen an die Zuschauer-Katastrophe von 2012 in Port Said geweckt. Damals waren 74 Menschen nach dem Spiel zwischen Al-Masry und Al-Ahly Kairo bei auch politisch motivierten Ausschreitungen ums Leben gekommen.

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