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Nasser Al-Khelaifi steht auch Paris St. Germain als Präsident vor
Nasser Al-Khelaifi steht auch Paris St. Germain als Präsident vor © Getty Images

Die Schweizer Bundesanwaltschaft macht ernst und eröffnet ein Strafverfahren gegen PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi und einen früherer FIFA-Funktionär.

Neue Enthüllungen im Korruptionsskandal um den Präsidenten des französischen Erstligisten Paris St. Germain, Nasser Al-Khelaifi, und den früheren FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke: Wie die italienische Polizei am Freitag mitteite, hat sie eine Villa in Porto Cervo auf Sardinien durchsucht und beschlagnahmt.

Nach Angaben der Ermittler soll Al-Khelaifi diese Valcke als "Mittel zur Bestechung" im Zusammenhang mit der Vergabe von Medienrechten für Fußball-Weltmeisterschaften zur Verfügung gestellt haben. 

Strafverfahren am Donnerstag eröffnet

Die "Villa Bianca" besitzt nach Polizeiangaben einen Wert von rund sieben Millionen Euro und ist im Besitz einer internationalen Immobilien-Agentur. Mehrere Personen, die mit der Agentur in Verbindung stehen, seien befragt worden. Die Razzia soll im Beisein eines "Repräsentanten der Schweizer Regierung" durchgeführt worden sein. 

Valckes Anwalt Stephane Ceccaldi sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP am Freitag, sein Mandant habe für die Villa Miete bezahlt.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) hatte am Donnerstag ein Strafverfahren gegen den früheren FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke und den Geschäftsführer des Medienkonzerns beIn-Sports, Nasser Al-Khelaifi, eröffnet.

Es geht um den Verdacht der Bestechung, des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Vergabe von Medienrechten für Weltmeisterschaften.

Verdacht der Bestechung 

Valcke soll, so der Vorwurf des bereits im März eröffneten, aber erst jetzt bekannten Strafverfahrens, bei der Rechtevergabe "für bestimmte Länder an den Weltmeisterschaften von 2026 und 2030 von Nasser Al-Khelaifi nicht gebührende Vorteile angenommen" haben.

Zusätzlich soll der Franzose, der längst von der FIFA-Ethikkommission gesperrt ist, im Zuge der Vergabe für die Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar von einem namentlich nicht genannten Geschäftsmann bestochen worden sein, gegen den ebenfalls ermittelt wird.

Die langjährige rechte Hand des ebenfalls gesperrten Joseph S. Blatter, gegen den bei der BA wegen des Verdachts der "mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung" bereits ein weiteres Verfahren läuft, wurde am Donnerstag von Vertretern der BA als Beschuldigter vernommen - einen Tag, nachdem er vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine Sperre im Weltfußball gekämpft hatte.

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