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Vor den WM-Playoffs gegen Schweden sorgt sich Giorgio Chiellini um italienische Verteidiger. Der Abwehrchef hat einen Schuldigen im Blick: Pep Guardiola.

Giorgio Chiellini hat Pep Guardiola dafür verantwortlich gemacht, dass bei vielen italienischen Verteidigern die Grundtugenden der Abwehrarbeit zu kurz kommen.

Chiellini benutzte dafür sogar eine Wort-Kreation. "Guardiolismo hat viele italienische Verteidiger etwas ruiniert. Heute können Verteidiger den Spielstil bestimmen und den Ball verteilen, aber nicht mehr decken. Unglücklicherweise ist es so", sagte der Abwehrspieler vor Italiens Hinspiel der WM-Playoffs in Schweden (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER). Besonders bei Flanken seien sie nicht nahe genug am Mann.

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Chiellini bemängelt DNA-Verlust

Unter Guardiola nehmen die spielererischen Fähigkeiten der Defensivspieler eine wichtige Rolle ein. Diese Ideen hätten Einfluss auf die jungen Verteidiger in Italien, die für Chiellini dadurch falsche Prioritäten setzen.

"Wir haben früher Übungen gemacht, um ein Gefühl für den Mann, den du deckst, zu bekommen", so Chiellini: "Heute machen das italienische Verteidiger nicht mehr. Das ist sehr schade, weil wir einen Teil unserer DNA und unserer Tugenden verlieren, die uns ausgezeichnet haben."

Lob für Defensiv-Trio

Chiellini stellte klar, dass man niemals in der Lage sei, ein Tiki-Taki-Spiel wie Spanien aufzuziehen. "Das ist kein Teil unserer Philosophie", meinte der 33-Jährige. Deswegen brauche man gute Verteidiger. Einige vielversprechende Talente habe Chiellini in Italiens Reihen allerdings bereits ausgemacht.

"Mattia Caldara, Daniele Rugani und Alessio Romagnoli brauchen etwas internationale Erfahrung, das ist normal. Aber vielen von ihnen haben bereits mehr Spiele absolviert als ich in ihrem Alter", so Chiellini.

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