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Cristiano Ronaldo flog nach seinem Traumtor gegen Barcelona mit Gelb-Rot vom Platz © Getty Images

Barcelona - Real Madrid demütigt den FC Barcelona im Hinspiel der Supercopa im Camp Nou. Cristiano Ronaldo gelingt ein Traumtor, danach sieht der Portugiese Rot.

Toni Kroos greift mit Champions-League-Sieger Real Madrid in der noch jungen Saison bereits nach seinem zweiten Titel.

Der spanische Meister gewann am Sonntagabend das Hinspiel des nationalen Supercups bei Pokalsieger FC Barcelona mit 3:1 (0:0). In der vergangenen Woche hatten die Madrilenen schon den europäischen Supercup gegen Europa-League-Sieger Manchester United geholt (2:1). (Der LIVETICKER zum Nachlesen)

Doch vor allem die Schlussphase hatte es in sich.

Erst egalisierte Lionel Messi per Elfmeter (77.)  mit seinem ersten Clasico-Treffer im heimischen Camp Nou seit Oktober 2012 die Real-Führung, die durch ein Eigentor von Gerard Pique (50.) zustande kam. Dann lieferte Cristiano Ronaldo eine denkwürdige Show, ehe Marco Asensio den Schlusspunkt zum 3:1 setzte.

Tor, Rot, Schiri-Schubser

Mit einem absoluten Traumtor, der Portugiese schlenzte die Kugel aus knapp 20 Metern in den Winkel, besorgte Ronaldo in der 80. Minute die erneute Real-Führung. 

Weil er sich danach das Trikot vom Leib riss, sah der 32-Jährige die gelbe Karte. Nur eine Minute später kam Ronaldo unter Bedrängnis von Barca-Verteidiger Samuel Umtiti im Strafraum zu Fall.

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Schiedsrichter Bengoetxea entschied sofort auf Schwalbe und schickte den Europameister mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Fassungslos nahm dieser die Ampelkarte zur Kenntnis und gab dem Schiedsrichter noch einen Schubser mit, der ihm in Nachgang noch teuer zu stehen kommen könnte.

Der spanische Fußball-Verband sieht für derartige Vergehen eine mögliche Sperre von vier bis zwölf Spielen vor.

Real-Coach Zinedine Zidane hatte Ronaldo aufgrund von Trainingsrückstand zunächst nur auf der Bank gelassen. Der Portugiese war nach seinem Einsatz beim Confed Cup erst vor Kurzem wieder ins Training eingestiegen.

Deulofeu ersetzt Neymar

Auf der Gegenseite ersetzte Gerard Deulofeu den für 222 Millionen Euro zu Paris St. Germain abgewanderten Neymar. 

Ohne den gesperrten Mittelfeldstrategen Luka Modric fehlten den Gästen die Ideen, auch Barcelona kam im ersten Pflichtspiel ohne Neymar zunächst nicht zu Chancen.

Passend zum in der ersten Halbzeit sehr mauen Clasico fiel die Real-Führung durch ein Eigentor: Piqué lenkte eine Marcelo-Flanke an Nationalkeeper Marc-André ter Stegen vorbei ins eigene Tor. Dann folgte der Wahnsinn in der Schlussphase.

Am Mittwoch (23 Uhr) steigt im Estadio Santiago Bernabeu das Rückspiel. Vor eigenem Publikum will Real dort den ersten Supercup-Sieg seit 2012 sowie den 10. Triumph insgesamt klarmachen - ohne den dann gesperrten Ronaldo.

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