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Zlatan Ibrahimovic (r.) wird von seinen Teamkollegen bei Paris St. Germain (u.a. Edinson Cavani) bejubelt
Zlatan Ibrahimovic (r.) wird von seinen Teamkollegen bei Paris St. Germain bejubelt © Getty Images

Paris St. Germains Klubchef versichert, dass nicht die komplette Mannschaft getauscht wird, wehrt sich gegen das Kaufklub-Image und zeigt mit dem Finger auf Barcelona.

Der französische Meister Paris St. Germain wird trotz des Scheiterns im Viertelfinale der Champions League mit seinen Topstars Zlatan Ibrahimovic und Edison Cavani sowie dem zuletzt kritisierten Trainer Laurent Blanc in die kommende Saison gehen.

Das bestätigte der katarische Klubchef Nasser Al-Khelaifi der Zeitung Le Parisien. Demnach solle Ibrahimovic ebenso wie die umworbenen Cavani und Javier Pastore bei PSG bleiben.

"Ibrahimovic wird in der nächsten Saison noch bei PSG sein. Daran gibt es keinen Zweifel", sagte der Katarer. "Ich weiß nicht, was er nach 2016 will, aber das werden wir noch besprechen."

Auch im Fall Cavani wählte er deutliche Worte: "Ein Angebot über 50 Millionen Euro? Das würde ich mir nicht einmal ansehen."

Und weiter: "Wir werden nicht elf Spieler austauschen", sagte der PSG-Boss, der aber zugleich klarstellte: "Wir müssen die Situation analysieren und das Team auffrischen. Wir wollen Jungs mit Erfahrung."

Zudem würden die Pariser gerne den französischen Nationalspiel Paul Pogba vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin verpflichten. "Wir haben uns mit ihm getroffen, weil er ein großes Talent ist. Er ist Franzose, sogar aus Paris", sagte er. "Aber alle großen Klubs wollen ihn."

Nach dem Aus gegen den FC Barcelona wehrte sich Al-Khelaifi zudem gegen das schlechte Image von PSG und rechnete die festgeschriebenen Ablösen des Barca-Traumsturms vor: "Messi kostet 250 Millionen Euro, Neymar 150 und Suarez 150. Das sind 550 Millionen - und mehr, als wir in den letzten vier Jahren ausgegeben haben. Alle reden immer nur darüber, dass wir so viel investieren - aber das machen die großen Klubs auch, sie suchen immer ihren Vorteil."

Aufgrund der Beschränkungen der UEFA könne sein Verein längst nicht mehr alle Transfers verwirklichen. So habe PSG vor der Saison Angel Di Maria verpflichten wollen, aber nicht mehr ausgeben dürfen als die Konkurrenz. So landete der Argentinier für rund 75 Millionen Euro bei Manchester United. "Financial Fair Play ist nicht nur ein Problem für PSG, sondern für alle Vereine, egal ob aus Deutschland, Spanien oder Italien", sagte Al-Khelaifi.

Um Trainer Blanc will der PSG-Boss keine Diskussion aufkommen lassen. "Er war Weltmeister 1998, hat als Trainer mit Bordeaux eine tolle Saison gespielt, hat mit der Nationalmannschaft gute Resultate eingefahren und macht auch hier eine exzellente Arbeit", stellte Al-Khelaifi klar und lobte weiter: "Er genießt ein hohes Ansehen, ist jung und Franzose. Die Kritik an ihm ist ungerecht."

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