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Der europäische Fußballverband lässt bei Paris St. Germain allem Anschein nach Gnade vor Recht ergehen. Das dürfte dem Klub große Deals ermöglichen.

Die Sanktionen gegen den französischen Fußball-Meister Paris St. Germain wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play (FFP) sollen vom Europa-Verband aufgehoben worden sein.

Das berichtete die französische Fachzeitung L'Equipe am Mittwochabend in ihrer Internet-Ausgabe.

Auschlaggebend für die UEFA-Entscheidung war demnach, dass die katarischen Besitzer des Vereins von Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic dem Verband die komplette Entschuldung des Klubs zum Ende der kommenden Saison nachgewiesen haben sollen. Die UEFA hatte den Bericht allerdings bis zum späteren Mittwochabend noch nicht bestätigt.

Paris war im Mai 2014 von der UEFA außer zu einer Geldstrafe von 60 Millionen Euro auch zu einer Begrenzung seiner Transfer-Ausgaben auf 60 Millionen Euro sowie eine Begrenzung seines Champions-League-Kaders auf 21 statt normalerweise 25 Spieler verurteilt worden.

Pogba und Di Maria im Gespräch

Die UEFA ahndete damit das Finanzgebaren der Franzosen, die längere Zeit erheblich mehr Ausgaben als Einnahmen in ihrer Bilanz zu Buche stehen hatten.

Ohne die Fesseln der bisherigen Transferbeschränkungen könnte PSG sein Team besonders für die Champions League massiv aufrüsten. Seit einiger Zeit ist unter dem Eiffelturm eine Verpflichtung des französischen Nationalspielers Paul Pogba vom italienischen Champions-League-Finalisten Juventus Turin für angeblich 100 Millionen Euro im Gespräch.

Außerdem sind die PSG-Eigner weiterhin am argentinischen Nationalspieler Angel di Maria vom englischen Rekordmeister Manchester United interessiert, der vor der abgelaufenen Saison wegen der FFP-Strafe nicht vom spanischen Nobelklub Real Madrid unter Vertrag genommen werden konnte und auf die Insel wechselte.

Neben Paris, das in der zurückliegenden Spielzeit alle vier nationalen Titel gewann, hatte die UEFA vor 14 Monaten auch den englischen Spitzenklub Manchester City wegen FFP-Verstößen seiner Besitzer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hart bestraft. Ob auch die Sanktionen Citizens aufgehoben werden könnten, war am Mittwochabend noch unklar.

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