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Der französische Verband FFF genehmigte den Beschluss der Vereine nicht
Der französische Verband FFF genehmigte den Beschluss der Vereine nicht © Getty Images

Die Zahl der Absteiger in der französischen Meisterschaft wird frühestens zur Saison 2016/17 von derzeit drei Klubs auf künftig zwei Teams reduziert.

Der Liga-Verband LFP scheiterte vor dem Pariser Oberverwaltungsgericht mit einem Antrag auf eine Einstweilige Anordnung zur Durchsetzung der Regeländerung, nachdem der nationale Verband FFF einen Beschluss von 18 der insgesamt 20 Ligue-Vereine aus Juli nicht genehmigt hatte.

Das Gericht begründete seine Entscheidung mit dem Mangel an tatsächlicher Dringlichkeit.

Sollte die LPF weiterhin auch gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Zweitliga-Klubs die Anzahl der Erstliga-Absteiger um ein Drittel reduzieren wollen, muss die Liga in einem ordentlichen Verfahren durch die Rechtsinstanzen gehen. Experten rechnen für diesen Fall mit einer verbindlichen Entscheidung frühestens im Januar.

Hintergrund für die Auseinandersetzung ist das Interesse der Erstligisten an einem Höchstmaß an Planungssicherheit.

Eine geringere Abstiegsgefahr würde aus Sicht der LPF-Klubs die Vereine für externe Investoren attraktiver und die Ligue 1 damit mittelfristig im europäischen Vergleich konkurrenzfähiger machen.

Die Zweitliga-Vereine hingegen befürchten eine Vergrößerung ihres Rückstandes auf die Topvereine und eine Entwicklung der französischen Eliteklasse zu einer "geschlossenen Gesellschaft".

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