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München und Paris - Der Elfer-Zoff bei PSG hat offenbar eine pikante Vorgeschichte: Schon beim ersten Treffen soll Edinson Cavani Neuling Neymar mit einem Messi-Spruch abgewatscht haben.

Neymar und Edinson Cavani - die beiden Streithähne bei Paris St.-Germain bestimmen seit ihrem Elfmeter-Zoff die Schlagzeilen beim Champions-League-Gegner des FC Bayern München.

Vor dem Duell zwischen FCB und PSG (Mi., 20.45 Uhr im LIVETICKER) sind nun neue Details zum Clinch der beiden Superstars beim Scheich-Klub ans Licht gekommen.

Wie die spanische El Pais berichtet, gab es schon beim ersten Aufeinandertreffen Knatsch. Als Neymar damals in die Kabine kam, fragte Cavani angeblich provokant: "Und was glaubt er, wer er ist? Glaubt er, er ist Messi?"

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Miese Stimmung wegen Neymar

Ob der Star aus Uruguay das komplett ernst oder scherzhaft gemeint hat, sei mal dahingestellt. Nach Informationen von El Pais ist die Stimmung in der PSG-Kabine seit der Ankunft von 222-Millionen-Mann Neymar allerdings alles andere als berauschend.

Um den Neymar-Deal im Sinne des Financial Fairplay auszugleichen, soll PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi seinen Stars reihenweise einen Wechsel erlaubt haben - darunter Kapitän Thiago Silva, Julian Draxler und Angel Di Maria.

Dass die etablierten Stars neidisch auf Neymars Mega-Gehalt blicken - rund drei Millionen pro Monat plus geschätzte 20 Millionen Prämien im Jahr - und die Besitzer aus Katar ihren neuen Poster-Boy allzu auffällig hofieren, hilft seinem Standing innerhalb der Mannschaft auch nicht.

Zumal viele Schlüsselspieler wegen Neymar nun ihren Verkauf fürchten.

Dementsprechend liegt der Verdacht nahe, dass Cavani mit seinem giftigen Spruch nur laut gesagt hat, was ein Großteil der Mannschaft über Neuankömmling Neymar dachte.

Sämtliche Schlichtungsversuche scheitern

Im Nachgang des Elfer-Zoffs scheiterten außerdem gleich mehrere Schlichtungsversuche.

Trainer Unai Emery organisierte extra anlässlich des 33. Geburtstages von Kapitän Thiago Silva ein gemeinsames Essen des Teams - der stolze Uruguayer Cavani kam aber ebenso nicht wie Nationalspieler Julian Draxler. 

Am vergangenen Mittwoch startete schließlich Dani Alves einen Versuch, die Wogen zu glätten.

Beim von Alves organisierten Treffen im Nobelrestaurant Victoria glich die Atmosphäre dann aber Beobachtern zufolge "einer Beerdigung". 

Zumindest vorerst scheint die Elfmeter-Thematik bei PSG aber geklärt zu sein: Trainer Unai Emery sprach vor dem Duell mit dem FC Bayern immerhin ein Machtwort.

"Ich habe mit Neymar und Cavani gesprochen", erklärte der Coach auf der PK: "Ich habe ihnen gesagt, wie wir das ab jetzt handhaben und wie das bei Elfmetern abläuft."

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Aber wie es denn nun in Zukunft abläuft - so genau ist das immer noch nicht geregelt. "Der, der sich bereit fühlt, soll schießen", verkündete Emery. Und ließ damit Raum für neuen Ärger.

Elfer-Zoff Neymar vs. Cavani und die Folgen

Neymar hatte sich beim Spiel gegen Olympique Lyon mit Cavani einen aufsehenerregenden Elfer-Zoff geliefert.

Nach der Partie soll es nach Angaben der Sportzeitung L'Equipe sogar zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen sein. 

Zuletzt sorgte ein angebliches Angebot an Cavani, zukünftig bei Elfmetern Neuzugang Neymar den Vortritt zu lassen, für Wirbel.

PSG wollte Cavani die Elfer-Klausel abkaufen

El Pais berichtete, dass PSG-Boss Al-Khelaifi Cavani eine Gehaltserhöhung von einer Million Euro angeboten habe, wenn er zukünftig seinen brasilianischen Teamkollegen die Strafstöße schießen lasse. Eine entsprechende Klausel sollte in Cavanis Vertrag aufgenommen werden.

Der ungewöhnliche Deal kam aber wohl nicht zustande, Cavani habe das Angebot abgelehnt. 

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