Video

Bei Englands Medien kommt zu Beginn vor allem eine Botschaft von Jürgen Klopp an: Er hat das Sagen, die Spieler müssen sich unterordnen. Sie sehen Klopp schon als gnadenlos.

Bei den meisten Beobachtern aus Deutschland bleibt von Jürgen Klopps erster Pressekonferenz vor allem ein sympathischer und zurückhaltender Eindruck. "The Normal One" eben.

Ganz anders fällt die Bewertung in England aus: Hier kommt Liverpools neuer Trainer offenbar streng rüber. Die Botschaft: Seine neuen Spieler müssen schon zittern.

SPORT1 hat die wichtigsten Pressestimmen ausgewählt:

© Daily Mirror
  • Daily Mirror

"Good Klopp, bad Klopp: Ich bin das Gesetz! Sheriff Jürgen reitet in die Stadt an der Anfield Road. Klopp beginnt, das Chaos in Liverpool zu beseitigen.

Noch vor High Noon trat er mit rauchendem Revolver die Kabinentür der Reds ein und sagte seinen Spielern geradeheraus: Entweder sie hören auf ihn, oder sie sind raus."

  • The Sun

"Jürgen Chop (etwa: Jürgen Hackebeil). Klopp: Entweder ihr geht meinen Weg oder ihr seid raus. Der neue Kop-Boss verlor keine Zeit, seine Forderungen zu nennen. Jegliche Rebellen in der Mannschaft stehen vor dem Abschied."

  • The Times

"Klopp ist der 25-Millionen-Pfund-Mann für Liverpool. Er ist zum bestbezahlten Trainer in Liverpools Geschichte geworden, nachdem er einen Dreijahresvertrag mit einem Verdienst von bis zu sieben Millionen Pfund unterschrieben hat, die bisher deutlichste Absichtserklärung der Vereinsbesitzer."

  • Guardian

"Klopp spricht gleich an seinem ersten Tag ein Machtwort und kritisiert die Geld-Besessenheit der Premier League.

Später, abseits der Fernsehkameras, deutete er schon eine sofortige Abkehr von der Ära Brendan Rodgers an, indem er sagte, es sei noch viel zu früh, um über Fußballphilosophien zu sprechen. Genau das hatte Rodgers bei seiner Vorstellung als Liverpools Trainer getan."

  • Telegraph

"Liverpools neuer Trainer besteht darauf, das letzte Wort bei Transfers zu haben und verspricht, das Lachen auf die Gesichter an der Anfield Road zurückzubringen.

Klopp mag sich selbst als 'Normal One' bezeichnet haben, seine Antrittsrede war aber alles andere als gewöhnlich in einer vollbesetzten Reds Suite im Centenary Stand des Stadions."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel