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Liverpool - Nach seiner ersten Niederlage mit den Reds gibt Jürgen Klopp einen Einblick in sein Seelenleben. Insbesondere die Flucht zahlreicher Anhänger macht ihm zu schaffen.

Das hat Jürgen Klopp in Dortmund so noch nicht erlebt. Beim Spiel seines FC Liverpool am Sonntag verließen die Zuschauer schon vor dem Abpfiff in Scharen das Stadion an der Anfield Road.

Der Treffer zum 2:1 für Crystal Palace in der 82. Minute, der Klopps erste Niederlage als Coach der "Reds" besiegelte, war offenbar zu viel für das englische Fangemüt.

"Habe mich alleine gefühlt"

Klopp selbst zeigte sich ob der Flucht einiger Anhänger hörbar verwundert. "Es waren noch zwölf Minuten zu spielen und ich habe gesehen, dass viele Fans schon das Stadion verlassen haben. Ich habe mich in diesem Moment ziemlich alleine gefühlt", gestand Klopp auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Einen Groll auf die Fans hege er aber dennoch nicht. Schließlich liege es in den Händen der Mannschaft ein solches Szenario zu verhindern.

"Wir müssen dafür sorgen, dass niemand das Stadion verlässt, bevor der letzte Pfiff ertönt. Wir müssen den Fans zeigen, dass immer alles passieren kann. Und das haben wir nicht geschafft", so Klopp.

"Das war nicht gut genug"

Der Deutsche haderte stattdessen mit der Leistung seiner Mannschaft. "Dieses Spiel zu verlieren, war einfach unnötig. Das war heute nicht genug, wir haben mehr drauf. Davon müssen wir lernen", sagte Klopp, dessen Mannschaft durch einen Treffer von Yannick Bolasie (21.) nach einem verunglückten Klärungsversuch des deutschen Nationalspielers Emre Can in Rückstand geriet.

Philippe Coutinho (42.) gelang kurz vor der Pause der Ausgleich für die Reds, bei denen Klublegende Steven Gerrard auf der Tribüne mitfieberte.

Scott Dann besiegelte dann jedoch per Kopf den Sieg der Londoner - und leitete damit die anschließende Stadionflucht ein.

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