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Liverpools Trainer wird auf einer PK auf sein Verhalten angesprochen. Er reagiert selbstkritisch, hat jedoch eine passende Erklärung für sein emotionales Verhalten parat.

Dortmunds früherer Meistertrainer Jürgen Klopp hat im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag in Liverpool über sein bisweilen recht emotionales Verhalten an der Seitenlinie gesprochen.

"Ich wäre gerne cooler, aber ich bin nun mal sehr emotional", sagte Klopp vor dem Spiel seines FC Liverpool am Samstag gegen Leicester City: "Und man kann das eben meistens in meinem Gesicht ablesen."

Manchmal "lache ich mehr, als ich sollte, manchmal sehe ich wütender aus, als ich sollte, und manchmal drückt mein Gesicht gar nichts aus", erklärte Klopp.

Er reagierte damit unter anderem auf die Vorwürfe im Anschluss an das 2:2 seiner Mannschaft am 13. Dezember gegen West Bromwich Albion, als Klopp zusammen mit seiner Mannschaft den späten Ausgleich durch Divok Ogi vor der Fan-Tribüne "The Kop" ausgelassen gefeiert hatte.

Sein Trainerkollege Tony Pulis, dem Klopp nach der hitzigen Partie den Handschlag verweigert hatte, machte seinem Unmut über das Verhalten mit bissigen Kommentaren Luft: "Wenn eine Millionentruppe wie Liverpool gegen das kleine West Bromwich mit Mühe und Not zu Hause einen Punkt holt, muss man eben durch so einen Zirkus von den sportlichen Problemen ablenken."

Klopp führte die öffentliche Kritik an seinem Verhalten auf die unterschiedliche Mentalität von Briten und Deutschen zurück.

"Wir sehen zwar gleich aus, aber wahrscheinlich ticken wir eben doch anders", sagte der frühere BVB-Coach, der versicherte, so etwas nie vorher zu planen: "Das ist immer alles spontan bei mir, ich hatte das Bedürfnis, eine Nähe zu den Fans herzustellen. Wir gewinnen und verlieren doch auch gemeinsam."

Liverpool wartet seit vier Spielen auf einen Sieg und muss am Samstag gegen Leicester zudem auf einige verletzte Stammspieler verzichten.

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